Neugestaltung des Schokoladenzimmers im Halloren Schokoladenmuseum durch Gerhard Petzl

12.05.2017

Von: Gerhard Petzl

Seit seiner Er├Âffnung im Jahr 2004 faszinierte das Halloren Schokoladenzimmer als besonderes Element des Schokoladenmuseums seine Besucher und wurde mittlerweile von weit ├╝ber einer Million Menschen besichtigt.

Die erste gro├če Ver├Ąnderung fand im Jahr 2007 statt, als das Halloren Schokoladenmuseum auf 27 Quadratmeter vergro?├čert wurde. Jetzt, 10 Jahre sp├Ąter, hat das Schokoladenzimmer erstmals eine komplett neue Gestaltung bekommen.

Das bisherige Biedermeierzimmer aus 1,4 Tonnen Schokolade mit dem Fokus auf das Gr├╝ndungsjahr von Halloren im Jahr 1804, bekommt ein komplett neues Design, einzigartige Schokoladenm├Âbel und wird mit gro├čem Detailreichtum gestaltet.

F├╝r die Umsetzung wurde der international preisgekr├Ânte Schokoladenk├╝nstler Gerhard Petzl als Projektleiter engagiert. Unterst├╝tzt von den hauseigenen Chocolatiers von Halloren aus dem Pralineum entstand so ein komplexes und faszinierendes Schokoladenkunstwerk, das in Deutschland einzigartig ist. ÔÇ×Wir werden das vielleicht beeindruckendste Schokoladenkunstwerk Deutschlands erschaffenÔÇť, verspricht Museumleiter Ingo Beljan.

Ein weiteres, neues Highlight im Museum ist das Schokoladenkunstwerk ÔÇ×UniverseÔÇť von Gerhard Petzl, hierf├╝r wurden verschiedene Schokoladen aus vier Kontinenten mit Halloren Kugeln kombiniert.

Das ÔÇ×UniverseÔÇť manifestiert sich in einem verbl├╝ffenden, scheinbar schwerelosen Kunstwerk, bei dem Verg├Ąnglichkeit Teil des visuellen Konzeptes ist. Es wurden verschiedene Schokolade Verarbeitungs-Techniken (gespritzt, gegossen, geschnitzt, geschnitten, temperiert und untemperiert) eingesetzt, um die Vielf├Ąltigkeit als Lehrobjekt zu demonstrieren.

 

Informationen zum Schokoladenk├╝nstler Gerhard Petzl:

www.GerhardPetzl.com



  • ├ľsterreichischer Meister-Chocolatier, Produktentwickler R&D und Chef-Patissier

  • Geboren im Juni 1973, in Graz, ├ľsterreich

  • J├╝ngster Konditormeister ├ľsterreichs im Jahr 1994

  • Ausstellungen in New York, Sydney, Singapur, Jakarta, Berlin, M├╝nchen, Gie├čen, Wien, Graz, Z├╝rich usw.

  • Dauerausstellung im Halloren Schokoladenmuseum seit 2007 mit den Schokoladenskulpturen Schokolady, Seepferdchen, Tempelkatze und Krokodil

  • Vielfach ausgezeichnet 8x Gold und 21 Awards wie z.B.

    Goldmedaille bei der Kulinarischen Olympiade der Kochkunst in Berlin (2000),

    Diplom an der Meisterschule f├╝r Kunst und Gestaltung in Graz, Bildhauerei (2005),

    Master Award 2011 - Die besten 25 Chocolatiers in Amerika (2011),

    World Chocolate Masters Australien ÔÇô Finalist (2012),

    Gold - Swiss Chocolate Masters (als Coach von G. Maras, 2015)

    WACS Global Master Chef -Zertifikat (2009)

  • Mehr als 100 Publikationen und Auftritte in Print und TV national

    z.B.: Pro 7 (2 x bei Galileo), 3sat (Portrait), Kabel 1 (Skulptur von Kathy Weber), MDR (Weltgr├Âsster Weihnachtsmann), und international (u. a. ORF O?sterreich (ChocoVienna, St├Âckelschuhe in Schokolade), Puls4 (Sexy Lady), Channel 9 ÔÇô Australien (Portrait Master of chocolate), Now-TV ÔÇô Hong Kong (K├Âniglicher Barocktisch in Schokolade)


Hintergrundinfos zur Umgestaltung des Schokoladenzimmers



Das bisherige Schokoladenzimmer nahm Bezug auf das Jahr 1804 als Gr├╝ndungsjahr der Halloren Schokoladenfabrik.

Die aktuelle Neugestaltung legt den Fokus auf eine neue Episode der Unternehmensgeschichte. Hier geht es um den Zeitraum zwischen 1896 und 1900, kurz nach Inbetriebnahme der neu erbauten Schokoladenfabrik in der Delitzscher Stra├če in Halle.

Damals war Ernst David Eigent├╝mer und Leiter der Schokoladenfabrik, das Unternehmen produzierte Honigkuchen sowie Schokoladenprodukte unter dem Markennamen ÔÇ×MignonÔÇť.

Bei der Gestaltung dieses Raumes konnten Originaldokumente, Bildmaterial und historische Fakten der Unternehmensgeschichte mit einbezogen werden. Die Gestaltung bem├╝ht sich durchaus um zeitgeschichtliche Authentizit├Ąt, bietet aber gen├╝gend Spielraum f├╝r Gerhard Petzl und die hauseigenen Chocolatiers , um kreativ zu inszenieren. Das Schokoladenzimmer ist vor allem ein schokoladiges Kunstprojekt und legt deshalb den Fokus auf beeindruckende, filigrane und einzigartige Schokoladenobjekte.

Wesentliches Element der neuen Inszenierung ist die lebensgro├če Schokoladenskulptur von Ernst David. Sie wurde von Gerhard Petzl in seinem Atelier in der Schweiz erschaffen. F├╝r den Transport nach Halle wurde die Schokoladenfigur in mehrere Einzelteile zers├Ągt. So kam zum Beispiel der Kopf per Post, w├Ąhrend Rumpf und Arme der K├╝nstler im Koffer mitbrachte. Vor Ort im Schokoladenmuseum in Halle wurden die Einzelteile wieder zu einer vollst├Ąndigen Figur zusammengef├╝gt. Ernst David wird an seinem Schreibtisch arbeitend dargestellt. Allein f├╝r dieses Ensemble aus Schreibtisch, Stuhl und Skulptur wurden fast 400 kg Schokolade verarbeitet.

Weitere neue Schokoladenkunstwerke wie ein Schokoladen-Esstisch (150 kg Schokolade), eine Schokoladencouch (ca. 200 kg Schokolade), ein neu gestalteter Kamin inkl. verbl├╝ffend echt aussehendem Schokoladenfeuer (ca. 50 kg Schokolade), sowie ein roter Schokoladenteppich (ca. 35 kg), erga?nzen den Raum.

Zus├Ątzlich schaffen neue kleinere und gr├Â├čere Objekte, vom Schokoladenbildern an der Wand, ├╝ber Geschirr bis hin zu B├╝chern und essbaren Dokumenten, eine neue Authentizit├Ąt. Einige wenige Objekte aus dem bisherigen Schokoladenzimmer bleiben erhalten, bekommen aber wie z.B. das Cembalo ein neues frisches Design.

Das neue Schokoladenzimmer wird aus ca. 1,5 Tonnen Schokolade bestehen. Zirka 5000 Arbeitsstunden wurden investiert. An dem Projekt ist inklusive Konzeption ein ganzes Jahr intensiv gearbeitet worden.

Bilder von der Entstehung und den fertigen Kunstwerken