Hallo!
Durch einen Zeitungsartikel bin ich auf Arne Homborg aufmerksam geworden. Ich experimentiere schon seit einiger Zeit mit der Schokoladenherstellung herum, da ich als Hausärztin reichlich Patienten habe, die keine käufliche Schokolade essen können. Da auch mein Mann und ich betroffen sind, geht es mich natürlich erst recht was an: Die meisten, wie mein Mann, haben eine Fruchtzucker- Fehlaufnahme (Fructosemalabsorption) und dürfen deshalb nur Traubenzucker essen, keinen Fruchtzucker und keinen normalen Zucker. Wenn ich die Patienten bei Diagnosestellung damit konfrontiere, ist oft die erste entsetzte Frage: "Wie, auch keine Schokolade mehr?". Das geht mir ja auch nicht anders. So habe ich angefangen, wie ich es nenne, "Schokolade rückwärts" herzustellen: Aus Kakaobutter, Sahne, Butter, Kakaopulver, Traubenzucker, Vollmilchpulver und Vanille sowie wahlweise Nüssen etc. läßt sich zumindest ein leckeres Konfekt herstellen, wenn auch der Schmelz fehlt. So sind die Schokoladensüchtigen schon mal besänftigt. Dennoch wäre natürlich eine echte Schokolade auch mal wieder schön.
Ich wiederum habe selbst eine Soja-Allergie. Jetzt habe ich eine Schokolade (sanbeam bio) gefunden, die kein Soja-Lecithin enthält. Leider gibt es damit immer wieder Lieferengpässe, sodaß ich immer 20 Tafeln im Voraus bestelle, damit ich für Zeiten der Lieferschwierigkeiten ausgerüstet bin. Es gibt sonst keine mir bekannte Sorte, die ohne Lecithin auskommt. Ich weiß gar nicht, was das ewige Lecithin darin verloren hat. Da wäre ich an einer Information auch mal interessiert.
Mit Interesse habe ich die Info über die Conchiermaschine für den Privatgebrauch gelesen. Das hilft aber auch noch nicht so richtig weiter, denn wo bekommt man fertige Kakaomasse in haushaltsüblichen Mengen?
Es wäre auch eine Frage an Herrn Homborg, ob Sie sich nicht mal für solche Sonderdiät-Schokoladen interessieren würden. Allerdings glaube ich nicht, daß die Patienten 6,50 Euro pro Tafel bereit sind zu bezahlen. Aber vielleicht gehts ja auch günstiger? Mengenmäßig müßte sich das aber lohnen, denn es gibt inzwischen sehr viele Fructose-Patienten. Die Diagnose ist noch eine relativ neue Erkenntnis. Zur Zeit wird ein Großteil der Patienten, die früher mit der Diagnose "Reizdarmsyndrom" herumliefen, mit der fructosefreien Diät geheilt. Hier in Bielefeld gibt es schon eine Apotheke, die spezielle Diätartikel für diese Leute verkauft. Schokolade haben sie aber nicht. Wenn man die Schokolade über die Magen-Darm-Spezialisten (Gastroenterologen) oder über die kooperierenden Apotheken vermarkten würde, wäre das sicherlich auch finanziell nicht uninteressant.
Ich bin gespannt auf die Antwort. Viele Grüße, Ina

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