Ghanas Kakaobauern bekommen Holzrechte

26.03.2018

Von: Arne Homborg

Die Kakaobauern in Ghana können jetzt Holzrechte auf ihren Plantagen eintragen lassen. Bislang lagen die Rechte für geschlagenes Holz in Ghana grundsätzlich beim Staat. Das galt auch für Bäume auf Kakaoplantagen. Darunter litten die Kakaobauern, denn das Holz wurde oft illegal geschlagen. Außerdem fehlte für Kakaobauern der Anreiz Schattenbäume für Kakao zu pflanzen, denn diese konnten dann von anderen gefällt werden, ohne das die Kakaobauern etwas dafür erhielten.

Mit der neuen Regelung können Kakaobauern auch das Holzrecht auf ihren Farmen erhalten. Damit erhalten sie zum einen eine zusätzliche Einnahmequelle, zum anderen gibt es zahlreiche weitere positive Auswirkungen. So kann der Ertrag von Kakao durch das Pflanzen von Schattenbäumen erhöht werden und der Kakao ist im Schatten nicht so anfällig für Krankheiten, wie in der prallen Sonne. Durch die Abschaffung reiner Monokulturen würde die Ausbreitung von Krankheiten zusätzlich behindert. Diese haben es derzeit durch die dicht an dicht stehenden Kakaobäume besonders leicht. Außerdem wird durch zahlreiche größere Bäume das Mikroklima verbessert. Die Temperaturen sinken und die Bäume halten Feuchtigkeit in der Luft und helfen den Boden zu erhalten. Darüber hinaus sind sie Lebensraum für zahlreiche Tiere, darunter Vögel und vor allem Insekten die für die Bestäubung des Kakaos benötigt werden.