Schokolade in den Niederlanden - Geschichte

Als der Kakao und die Schokolade nach Europa kamen, gehörte das Gebiet der heutigen Niederlande zu Spanien. Dadurch kamen die adeligen und wohlhabenden Niederländer früh in den Genuss von Schokolade. Mit dem niederländischen Freiheitskampf (1568-1648) verlieren die Niederländer zunächst den direkten Nachschub an Kakaobohnen durch die Spanier. Im Laufe des Krieges sollen sie aber nicht nur die Unabhängigkeit gewinnen. Ende des 16. Jahrhunderts entwickelten sich die Niederlande, aus überfallenen spanischen und portugiesischen Faktoreien, zur Kolonialmacht. Sie verfügen über Kolonien und Stützpunkte in Südafrika, Indien und Südost-Asien. Bereits zu Beginn des 17. Jahrhunderts legten die Niederländer eigene Kakaoplantagen an. Dazu brachten sie die Kakaobäume in ihre eigenen Kolonien nach Java und Sumatra. Von dort gelangte der Kakaobaum später auf die Philippinen, nach Neuguinea, Samoa und Indonesien.

Van Houten und die Kakaopresse

Dem Niederländer van Houten verdanken wir eine der wichtigsten Erfindungen der Schokoladenindustrie des 19. Jahrhunderts. Ihm gelang es 1828 mittels einer hydraulischen Presse die Kakaobutter aus der Kakaomasse zu pressen und so eine Masse zu erhalten, die sich zu Kakaopulver weiterverarbeiten lässt. Ebenfalls erfand van Houten das Alkalisieren des Pulvers, damit es sich besser mit Flüssigkeiten verbindet. Details und weitere Informationen zu van Houten und seinen Erfindungen stehen in der Rubrik Geschichte: