Schokolade bei den Olmeken in der vorklassischen Periode

Während der vorklassischen Periode entwickelte sich die Kultur der Olmeken, die wie wir heute wissen als erste Schokolade genossen. Die Olmeken siedelten im fruchtbaren Tiefland am Golf von Mexiko. Das Klima ist für die Überlieferung von Überbleibseln der Olmeken denkbar ungünstig und so werden sich die meisten Fragen zur Schokolade bei den Olmeken nicht mehr beantworten lassen.

Woher wissen wir, dass die Olmeken Schokolade kannten?

Sprachwissenschaftler haben herausgefunden, dass die Olmeken eine Urform der Mixe-Zoque-Sprachen benutzten. Einige Wörter dieser Sprache wurden von anderen Völkern übernommen und finden sich in vielen mittelamerikanischen Sprachen wieder. Auch das Wort „cacao“, ursprünglich „kakawa“ ausgesprochen, stammt aus dieser Sprache. Es gehörte bereits um 1000 v. Chr. zum Wortschatz der Olmeken. So können wir heute davon ausgehen, dass die Olmeken die ersten waren, die Schokolade tranken.

Wo war Schokolade bekannt?

Das Siedlungsgebiet der Olmeken lag im feuchten Tiefland der mexikanischen Golfküste, in Tabasco und im südlichen Teil von Veracruz (zur Karte siehe bei Kultur der Olmeken). Da die Olmeken auch starken Einfluss auf umliegende Kulturen genommen haben und mit diesen Handel trieben, dürfte auch den Nachbarvölkern der Olmeken die Schokolade bekannt gewesen sein. So werden auch die Maya das Wissen über den cacao von den Olmeken übernommen haben.

Weitere Fragen lassen sich leider aufgrund der wenigen vorhandenen Quellen nicht mehr beantworten. Wie Schokolade bei den Olmeken zubereitet wurde und wer sie trank, werden wir wohl nicht mehr erfahren.

Erste Spuren um 1150 vor Christus in Honduras

Der bislang älteste Nachweis von Kakao wurde auf Tongefäßen aus Honduras gefunden. Auf den Scherben von Gefäßen aus der Zeit um 1150 vor Christus konnte Theobromin nachgewiesen werden, ein Stoff der in Mittelamerika nur in Kakao vorkommt. Die Funde erlauben aber kaum Rückschlüsse darauf, ob das Getränk aus dem Fruchtfleisch oder den Kakaobohnen hergestellt wurde. Die Forscher um John Henderson (Cornell-Universität, Ithaca), die die Scherben aus dem Dorf Puerto Escondido im unteren Ulúa-Tal untersucht haben, vermuten aber aufgrund der Form und der Verzierung, dass das Getränk noch aus dem Fruchtfleisch zubereitet wurde. Vermutlich handelte es sich um ein alkoholhaltiges Getränk, das aus dem Fruchtfleisch hergestellt und zu besonderen Anlässen getrunken wurde. Die chemische Analyse der Scherben erlaubt leider keine weiteren Rückschlüsse auf das Getränk.