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Belgien, Deutschland und Schweiz gemeinsam für nachhaltigen Kakao

Beyond Chocolate, Forum Nachhaltiger Kakao und die Schweizer Plattform für Nachhaltigen Kakao gründen Kooperation

Arne Homborg
(30.06.2020)

Neue Europäische Kooperation für Nachhaltigen KakaoGleich drei große Organisationen aus Belgien, Deutschland und der Schweiz die sich für nachhaltigen Kakao einsetzen haben jetzt eine gemeinsame Europäische Plattform gegründet um gemeinsam einen größeren Einfluss auf die Entwicklung des Kakaoanbaus nehmen zu können. Aus Belgien kommt die Plattform Beyond Chocolate, aus Deutschland das Forum Nachhaltiger Kakao und aus der Schweiz die Schweizer Plattform für Nachhaltigen Kakao. Gemeinsam repräsentieren die drei Länder rund 19 Prozent des weltweiten Kakaoimports und 11 Prozent des weltweiten Kakaokonsums. Damit besteht durchaus ein deutlicher Markteinfluss der beteiligten Wirtschaften. „Heute haben wir ein neues Level an Stärke erreicht, um Nachhaltigkeit im Kakaosektor voranzubringen. Durch unsere engere Zusammenarbeit hier in Europa können wir unsere Anstrengungen vervielfachen - zum Wohlergehen der Kakaobauern und -bäuerinnen und der Umwelt in den Anbauländern“, so Ernst A. Brugger, Präsident der Schweizer Plattform für Nachhaltigen Kakao. Bereits seit Januar 2018 bestand eine Kooperation zwischen dem Forum Nachhaltiger Kakao und der Schweizer Plattform für Nachhaltigen Kakao. Jetzt kam die im Dezember 2018 gegründete Beyond Chocolate Initiative dazu.

Aufbau eines einheitlichen Monitoringsystems

Gemeinsames Ziel der drei Organisationen ist die Bekämpfung der Schlüsselprobleme im Kakaoanbau. Dazu zählen die Organisationen die missbräuchliche Kinderarbeit, das fehlende existenzsichernde Einkommen für die Kakaobauern und -bäuerinnen und deren Familien, eine bessere Transparenz und Rückverfolgbarkeit innerhalb der Kakao-Lieferkette und ein Stopp der durch Kakaoanbau bedingten Entwaldung. Grundlage für die Bekämpfung soll die Entwicklung eines einheitlichen Monitoringsystems sein. Dafür einigten sich die drei Organisationen jetzt auf gemeinsame Indikatoren zur Wirkungskontrolle und Berichterstattung bei den Hauptherausforderungen Kinderarbeit, Armut, Rückverfolgbarkeit und Entwaldung. Das harmonisierte Monitoringsystem soll die Beurteilung der Lage in den Kakaoanbauländern und die Beurteilung der Wirksamkeit einzelner Maßnahmen erleichtern und Grundlage für ein gemeinsames Europäisches Vorgehen sein. Dazu Wolf Klopp-Büttner, Vorstandsvorsitzender des Forum Nachhaltiger Kakao: „Die drei Plattformen gemeinsam bilden die Grundlage für ein auf europäischer Ebene koordiniertes Vorgehen hin zu einer nachhaltigen Kakao-Lieferkette. Alle wichtigen Akteure sind an Bord, und wir stehen im aktiven Austausch mit den politischen Vertretern sowie mit den Produzentenländern. Die Wirkungsmessung und die transparente Bericht- erstattung machen Lernerfahrungen und damit Verbesserungen möglich.“

Als nächstes planen die drei Organisationen sich intensiv mit der Eihaltung der Menschenrechte innerhalb der Kakao-Lieferkette zu beschäftigen und strategische Lösungsansätze und Wirkungsnachweise zu diskutieren.