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Elfenbeinküste kämpft mit Kakaoqualität

Arne Homborg
(13.01.2009)
Die Elfenbeinküste ist seit Jahrzehnten der Weltweit größte Kakaoexporteur. Das Land in Westafrika war nie für Edelkakao bekannt, sondern versorgt Europa und Nordamerika mit preiswertem Konsumkakao. Jetzt sieht sich die Elfenbeinküste gezwungen ein Projekt ins Leben zu rufen um die Qualität des Kakaos zu verbessern, denn zuletzt erreichten 17 % des Kakaos nicht die notwendigen Qualitätsnormen für Konsumkakao. Eine deutliche Verschlechterung innerhalb weniger Jahre, denn noch Anfang des Jahrzehntes erreichten nur 5 % nicht die geforderte Qualität. Das Programm der Elfenbeinküste sieht unter anderem Verbesserungen bei der Trocknung von Kakao und bei der Bekämpfung von Krankheiten vor. Dafür stellt das Land in den nächsten 10 bis 15 Jahren rund 3 bis 4,5 Millionen Euro zur Verfügung. Die Gründe für die schlechter werdende Qualität dürften in den anhaltenden politischen Unruhen, jahrelang zu niedrigen Kakaopreisen und zunehmenden Kakaokrankheiten liegen. Nicht nur die Qualität sondern auch die Menge leidet darunter. So wurde im Haupterntemonat Dezember nur die Hälfte der sonst üblichen Menge in den Exportlagern angeliefert. Das trieb den Kakaopreis an der Londoner Börse auf den höchsten Stand seit Oktober 1985, solange davon nichts bei den Kakaobauern ankommt, werden diese kaum die Möglichkeit haben in bessere Qualität zu investieren.