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Kubas einzige Schokoladenfabrik vor der Neueröffnung

Größere Produktvielfalt, mehr Kapazität und Exportqualität

Arne Homborg
(23.02.2020)

Neue Kakaoverarbeitung in BaracoaSeit 56 Jahren steht die Schokoladenfabrik Rubén David Suárez Abella in Baracoa, dem Hauptanbaugebiet für Kakao auf Kuba. Sie ist die einzige Schokoladenfabrik des Landes wird zur Zeit vollständig überholt. Derzeit werden Anlagen zur Kakaoverarbeitung aus Deutschland und der Schweiz installiert und eine Anlage für Schokoladentafeln aus Italien errichtet. Die komplett von Kuba finanzierte Sanierung soll rund 20 Millionen Pesos kosten. Die Produktionslinie für die Kakaoverarbeitung soll bereits im März diesen Jahres in den Testbetrieb gehen und bis Ende Mai voll funktionsfähig sein.

Die Ende 2018 beschlossene Sanierung der Schokoladenfabrik ist Teil eines Projektes zur Stärkung der Region Baracoa. Dort wird rund 80 Prozent der Kubanischen Kakaoproduktion angebaut. Mit der Fabrik soll ein größerer Teil der Wertschöpfungskette direkt vor Ort bleiben. Neben der Erneuerung der Kakaoverarbeitung wird auch in weitere Teile der Produktion investiert. Nach Abschluss aller Arbeiten wird die Fabrik über Produktionsbereiche für Tafelschokoladen, Kakaopulver, Kakaobutter, Getränkepulvermischungen und handgemachte Pralinen verfügen. Damit steigt die Produktvielfalt die Angeboten werden kann, ebenso wie die Kapazität der Fabrik. Lag die Kapazität der Fabrik vor Hurrikan Matthew der im Oktober 2016 großen Schaden anrichtete bei 1.200 Tonnen pro Jahr, so kann nach Abschluss aller Arbeiten im Zwei-Schicht-Betrieb eine Kapazität von 4.000 Tonnen pro Jahr erreicht werden. Außerdem befinden sich die neuen Anlagen auf einem aktuellen internationalen Stand, so das die Schokoladenprodukte nicht mehr nur in Kuba, sondern weltweit verkauft werden können. Der qualitativ hochwertige Kubanische Kakao bietet dafür beste Voraussetzungen.