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Neue Union der Kakaofarmer vertritt rund 750.000 Bauern

Arne Homborg
(23.12.2016)
Die beiden Kakaofarmer Organisationen World Cocoa Farmer Organization (WCFO) und International CoCoa Farmers Organization (ICCFO) haben sich zusammengeschlossen. Unter dem Namen World Cocoa Farmers Organization (WCFO) vertritt die Organisation jetzt die Interessen von 750.000 Mitgliedern. Vorsitzender der neuen Organisation ist Sakko Warren der vorher Chef bei der ICCFO war. Durch den Zusammenschluss erhoffen sich die Kakaofarmer eine stärke gemeinsame Stimme. Der weltweite Kakaoanbau erfolgt vor allem durch kleine und sehr kleine Farmbetriebe die auf eine starke Interessenvertretung angewiesen sind. Die meisten Mitglieder der WCFO haben Farmgrößen zwischen einem und drei Hektar und müssen mit weniger als 1,90 $ am Tag auskommen. Das geringe Einkommen, dass kaum zum Überleben reicht, führt auch zu zwei weiteren Problemen. So sind viele Kakaobäume auf den Plantagen überaltert, weil das Geld für Neuanpflanzungen fehlt und auch die Farmer selbst werden immer älter, weil der Kakaoanbau für den Nachwuchs uninteressant ist. Ziel der WCFO ist es die Lebensumstände der Kakaofarmer weltweit zu verbessern.

1,5 Millionen neue Mitglieder


Um in Zukunft noch stärker zu werden läuft ein Anwerbeprogramm der WCFO in den großen Kakaoanbauländern Elfenbeinküste, Ghana und Kamerun. Ziel ist es 1,5 Millionen kleine, bislang nicht organisierte Farmer für die WCFO als Mitglieder zu gewinnen. Bislang sind rund 85 % der Kakaofarmer weltweit nicht Mitglied einer Interessenvertretung oder Kooperative.

Weitere Fusion denkbar


Zur Zeit laufen auch Fusionsgespräche mit der Farmervereinigung World Cocoa Producers Organization (WCPO). Diese entstand bereits 2014 aus der Fusion von drei Organisationen. Weitere Informationen: http://www.worldcocoafarmers.org