Tony’s Chocolonely öffnet Lieferketten Plattform für andere Schokoladenhersteller

Niederländer wollen mit mehr Kakao für mehr Wirkung bei der Verbesserung in den Anbauländern sorgen
28. Januar 2021 durch
Arne Homborg

Das niederländische Unternehmen Tony’s Chocolonely ist auf die Herstellung von fairer Schokolade spezialisiert und legt schon seit der Gründung großen Wert auf ethisch korrekte Bezugsquellen beim Einkauf von Kakaobohnen und Kakaohalbfabrikaten. Um die Einhaltung der eigenen fünf Einkaufsprinzipien jederzeit kontrollieren und den Kakao bis zum Ursprung zurückverfolgen zu können, schuf das Unternehmen die Lieferketten-Plattform Tony’s Open Chain. Jetzt hat das Unternehmen bekannt gegeben, dass diese Plattform ab sofort auch anderen Schokoladenherstellern zur Verfügung steht. Damit möchten die Niederländer das über die Plattform verfolgte Volumen an Kakaobohnen und neuerdings auch Kakaobutter deutlich erhöhen. „Mehr Kakao bedeutet mehr positiver Einfluss“, so das Unternehmen.

Laut Tony’s können neue Unternehmen innerhalb weniger Monate an die Open Chain angebunden werden und dann jederzeit den Bezug ihrer Kakaorohstoffe überwachen. Die dabei kontrollierten Einkaufsprinzipien von Tony’s sind:

  • 100 % Rückverfolgbarkeit

  • Zahlung eines höheren Kakaopreises

  • Unterstützung von Farmer-Kooperativen

  • Langfristige direkte Handelsbeziehungen

  • Konzentration auf Kakaoqualität und -ertrag

Mit dem deutschen Discounter ALDI und der führenden niederländischen Supermarktkette Albert Heijn, stellte Tony’s bereits zwei erste Partner vor die an der Open Chain Plattform teilnehmen. Albert Heijn   hat bereits die komplette Schokolade der Eigenmarke Delicata auf die neue Lieferketten-Plattform umgestellt. Weitere Partner sollen in den kommenden Monaten veröffentlicht werden.

Zu Tony’s Open Chain

Arne Homborg 28. Januar 2021
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