WICHTIGE INFORMATION zur Sommerzeit: Hier lesen

Chocoladefabriken Lindt & Sprüngli AG

Hersteller Schokolade

bean to bar, Schokoladenhersteller, sg

Seestrasse 204
Kilchberg 8802
Schweiz

1836 Geschichte Ursprünglich handelte es sich bei den Schokoladefabrikanten Lindt & Sprüngli um zwei selbständige Schweizer Firmen. Firmengeschichte Lindt Rodolphe Lindt war dank seiner Erfindung der Conche im Jahre 1879 zu seiner Zeit einer der bekanntesten Schokoladehersteller und seine Erfindung begründete bis heute den Weltruhm des Namens Lindt. Rodolphe Lindt wurde im Jahre 1855 geboren und starb im Jahre 1909. Aus seiner Schokoladefabrik in Bern schied er 1905 aus. Firmengeschichte Sprüngli Im Jahre 1845 entschied sich der Schweizer Konditor David Sprüngli-Schwarz gemeinsam mit seinem Sohn Rudolf Sprüngli-Ammann in ihrer 1836 gegründeten Züricher Konditorei Schokolade herzustellen. Der große Erfolg, der ihnen damit beschieden war, führte zur stetigen Erweiterung des Unternehmens Sprüngli. Nach dem Ausscheiden von David Sprüngli-Schwarz im Jahre 1892 führten seine beiden Söhne die Geschäfte weiter. David Robert führte die inzwischen zwei großen Konditoreien weiter mit Erfolg, diese sind heute die Confisierie Sprüngli AG. Sein älterer Bruder Johann Rudolf führte die Schokoladefabrik als unabhängiges Unternehmen zu Weltruhm. Vereinigung von Lindt und Sprüngli Im Jahre 1899 wurde die Schokoladefabrik Sprüngli in die Aktiengesellschaft "Chocolat Sprüngli AG" umgewandelt, gleichzeitig kaufte Sprüngli das kleinere Unternehmen von Lindt auf. Bis heute besteht diese Aktiengesellschaft Vereinigte Berner und Zürcher Chocoladenfabriken Lindt & Sprüngli. Die Chocoladenfabriken Lindt & Sprüngli AG, die an den Schweizer Börsen notiert ist, befindet sich nach eigenen Angaben in überwiegend schweizerischem Besitz. Neben Lindt wurden weltweit weitere Unternehmen aufgekauft. Bedeutende Erfindungen Conche Rodolphe Lindt erfand im Jahre 1879 einen Weg, die Qualität von Schokolade erheblich zu verbessern. Er entwickelte die Conche, die ihren Namen vermutlich von ihrer muschelähnlichen Form hat (vom lateinischen concha abgeleitet). Das Prinzip der Conche: Ein großes flaches längliches Becken aus Granit über das sich Granitwalzen vor- und zurückbewegen; die Walzen schlagen dabei gegen die Ränder, so dass die flüssige Schokoladenessenz über die Walzen zurück in den Hauptteil des Mechanismus spritzt. Durch die dabei entstehende Reibung wird Hitze erzeugt, so dass die Temperaturen auf 76° C bis 78° C ansteigen. Dieses Verfahren dauerte 72 oder mehr Stunden. Danach hat die Schokolade eine erstaunlich weiche Konsistenz. Wichtig ist, dass sich beim Conchieren unerwünschte Geruchs- und Aromakomponenten verflüchtigen und der Geschmack der Schokolade so sehr positiv beeinflusst wird. Vor der Erfindung der Conche war Essschokolade meistens hart und grobkörnig. Dank Lindts Methode wurde sie so zart, dass Lindt sie nach der gleichnamigen sahnigen Creme 'Fondant' nannte. Diese Fondant-Schokolade wurde ein solcher Erfolg, dass die Conche seitdem überall zur Herstellung von Essschokolade verwendet wird. LSCP-Verfahren Im Jahre 1972 führte Lindt & Sprüngli eine Weiterentwicklung der Conche in die Produktion ein. Der Lindt & Sprüngli Chocolate Prozeß (LSCP) soll den enormen Zeit- und Energieaufwand beim Conchieren reduzieren. Die Verfahrenstechnik beruht auf der Idee, die unerwünschten Geruchs- und Geschmackskomponenten nicht erst beim Conchieren zu entfernen, sondern bereits zu Beginn des Produktionsprozesses. Die Technik des LSCP gliedert sich in die folgenden Punkte: 1. Die Kakaobohnen werden thermisch vorbehandelt, damit sich die Schalen optimal abtrennen lassen. 2. Durch Einsatz besonderer Reaktionslösungen werden bereits dem Kakaokernbruch unerwünschte Stoffe entzogen. 3. Ebenso werden die Milchbestandteile vorveredelt. 4. Erfolgt das Mischen und Feinwalzen wie bei der Schokoladeherstellung beschrieben im Zweistufenverfahren. 5. Endveredelung der Schokoladenmasse durch das Conchieren. Dies kann jetzt wesentlich schneller durchgeführt werden. Bei Schokolade mit Milchanteil in etwa 2 Stunden, bei Schokolade ohne Milchanteil in etwa 6 Stunden. Die Verfahren zur "Vorveredelung" haben sich in der Industrie weitgehend durchgesetzt, da damit eine Zeit und Kostenersparnis verbunden ist. Die kleineren Hersteller für Edelschokoladen legen aber nach wie vor aus Qualitätsgründen großen Wert auf einen langen Conchierprozess. Siehe auch die Rubrik: Schokoladeherstellung.