Barry Callebaut streicht 2.500 Arbeitsplätze

Effizientere Strukturen und Fabrikschließungen sollen Kosten reduzieren
28. Februar 2024 durch
Arne Homborg

Der Schweizer Barry Callebaut Konzern, einer der größte Kakaoverarbeiter und Schokoladenhersteller der Welt, hat angekündigt innerhalb der nächsten 18 Monate 2.500 Mitarbeiter zu entlassen. Das entspricht rund 18 Prozent der gesamten Belegschaft. Ziel ist die Einsparung von jährlich 250 Millionen Schweizer Franken (ca. 260 Millionen Euro). Das wären 15 Prozent der Kosten.

Laut Peter Feld, CEO von Barry Callebaut, sei das Unternehmen ineffizient aufgebaut, viele Arbeiten würden doppelt gemacht und die Sparten USA, Europa, Asien und das weltweite Kakaogeschäft würden praktisch separat geführt. Gleichzeitig plant Barry Callebaut 500 Millionen Franken in das Kerngeschäft zu investieren und gibt an, weiter wachsen zu wollen.

Dem Sparprogramm soll auch die Fabrik in Norderstedt (Schleswig-Holstein) zum Opfer fallen. Diese wurde erst kürzlich umstrukturiert um die veganen Produkte des Konzerns zu produzieren. Insgesamt 48 Vollzeitstellen sind davon betroffen.

Der Schweizer Konzern ist in 40 Ländern aktiv und bietet Kakao- und Schokoladenhalbfabrikate an und beliefert damit vor allem die weltweite Süßwarenindustrie, aber auch das Handwerk. Der Jahresumsatz 2022/23 lag bei 8,5 Milliarden Schweizer Franken. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Zürich, kommt aber ursprünglich aus Belgien und Frankreich. In Belgien betreibt es die weltweit größte Schokoladenfabrik.

Arne Homborg 28. Februar 2024
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