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Barry Callebaut meldet Umsatzrückgang wegen Corona

Umsatzrückgang von 14,3 % im 3. Quartal aber verbesserte mittelfristige Aussichten

Arne Homborg
(14.07.2020)

Barry Callebaut trotz Corona auf WachtsumskursDer Schweizer Barry Callebaut Konzern, Weltmarktführer für Industrieschokolade, meldet für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2019/20 einen starken Umsatzrückgang von 14,3 Prozent. In der ersten Hälfte des Geschäftsjahres konnte der Konzern noch um 5,4 Prozent zulegen.

Insgesamt ging damit das Verkaufsvolumen in den ersten 9 Monaten des Geschäftsjahres um 1,3 Prozent auf 1.568.878 Tonnen zurück. Im Juni soll das Volumen bereits wieder gestiegen sein und Barry Callebaut geht von einer gestiegenen Prognose für die Entwicklung in den nächsten drei Jahren aus. Der Corona bedingte Rückgang im Verkauf deckt sich mit Marktdaten denen zufolge Absatz und Preis für Schokolade und Schokoladenhalbfabrikate während der zahlreichen weltweiten Schließungen von Läden, Restaurants und Hotels deutlich zurückging. Besonders stark betroffen war das Gourmet & Spezialitäten Geschäft von Barry Callebaut zu dessen Kunden vor allem kleine Restaurants, Handwerksbetriebe und kleinere Mittelständler gehören. In diesem Bereich ging der Absatz zeitweise um die Hälfte zurück. Auch im Geschäft mit Industriekunden gab es einen zweistelligen Rückgang, allerdings bei weitem nicht so deutlich.

Unabhängig von den Auswirkungen des Corona-Virus befindet sich der Konzern weiter auf Wachstumskurs. In den vergangenen Monaten wurden weltweit zahlreiche Produktionserweiterungen und Geschäftsübernahmen gemeldet. Auch im Bereich Innovation setzt Barry Callebaut weiter Maßstäbe. So konnte der Verkauf der neuen Ruby Schokolade in einer Kooperation mit Starbucks deutlich erweitert werden. Dazu kommt die Eröffnung des weltweit ersten 3D Druckstudios für Schokolade in industriellem Maßstab.