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Belgien will "Belgische Schokolade" schützen lassen

Arne Homborg
(13.04.2013)
Nicht alles was als "Belgische Schokolade" oder "Belgische Pralinen" verkauft wird, kommt auch aus Belgien. Oft kommt sie aus Osteuropa oder sogar aus China. Der Grund dafür ist einfach. Bislang gibt es für belgische Schokolade keinen Markenschutz. Während Champagner aus der Champagne und Parma-Schinken aus Parma kommen muss, kann belgische Schokolade überall herkommen. Der Verband belgischer Schokoladenhersteller Choprabisco möchte das jetzt ändern und fordert für belgische Schokolade den gleichen Schutz wie er für andere Produkte bereits existiert. Was die Belgier planen, haben die Schweizer bereits umgesetzt. "Schweiz" und "Schweizer" sind in Europa und Nordamerkia bereits geschützte Marken und der Verband der Schweizer Schokoladenhersteller Chocosuisse beschäftigt einen Mitarbeiter ausschließlich damit, gegen Verstöße vorzugehen. Bis ein entsprechender Schutz für "Belgische Schokolade" besteht dürfte allerdings noch einige Zeit vergehen. Auch unter den belgischen Herstellern ist man sich noch nicht einig, was eigentlich belgische Schokolade ist. Der Hersteller Gallet möchte zum Beispiel Schokolade des Konzerns Barry Callebaut ausschließen, obwohl der einen Teil seiner Produkte in Belgien herstellt. In wie weit belgische Schokolade also in Zukunft tatsächlich in Belgien hergestellt werden muss, bleibt also abzuwarten.