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Belgiens Richter entscheiden: „Choco“ Produkt muss keine Schokolade enthalten

Arne Homborg
(12.02.2016)
Die Richter am Handelsgericht in Brüssel mussten in einem Streit zwischen dem italienischen Süßwarenhersteller Ferrero und der Supermarktkette Delhaize entscheiden. Delhaize verkauft unter unter dem Namen „Choco“ eine Haselnuss-Creme die keinerlei Schokolade enthält. Dagegen war Ferrero, die unter anderem für ihren Nutella-Aufstrich bekannt sind vorgegangen. Das Gericht entschied nun, dass der Name „Choco“ bleiben darf. Die Richter argumentieren, dass „Choco“ lediglich den Geschmack des Produktes beschreiben soll und an keiner Stelle behauptet würde, es wäre Schokolade enthalten. Auch sei das Wort im alltäglichen Sprachgebrauch eine Bezeichnung für derartige Brotaufstriche und nicht für Schokolade, so dass hier keine Irreführung stattfinden würde. Das Wort „Choco“ sei zudem frei Verwendbar und unterliege keinerlei Regelung.

Auch Werbung von Delhaize ist rechtens
Gleichzeitig wies das Gericht auch eine weitere Klage von Ferrero gegen Delhaize ab. Die Italiener sahen in der Werbung für den Brotaufstrich eine Verunglimpfung ihres eigenen Produktes. Delhaize wirbt damit, dass der „Choco“ Brautaufstrich, im Gegensatz zu Nutella von Ferrero, kein Palmöl enthält. Die Produktion von Palmöl ist wegen ihrer Auswirkungen auf die Umwelt in den letzten Jahren in die Kritik geraten, weshalb Verbraucher zunehmend darauf verzichten möchten.