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Brasilien beschränkt Kaffee Import aus Peru aus Angst vor Kakaokrankheiten

Arne Homborg
(11.06.2015)
Die brasilianischen Behörden haben ein Importverbot für grünen Kaffee aus Peru verhängt. Das soll dem Schutz des Kakaoanbaus in Brasilien dienen. Grund dafür ist die zunehmende Verbreitung der Kakaobaumkrankheit Frosty pod (Moniliphthora Roreri) in einigen Ländern Lateinamerikas. Dieser Pilz befällt unter anderem die Früchte des Kakaobaums und kann große Teile der Ernte vernichten. Betroffene Gebiete verzeichnen innerhalb weniger Jahre Ernterückgänge um bis zu 80 %. Bislang ist Brasilien frei von diesem Pilz, der nur in einigen Lateinamerikanischen Ländern verbreitet ist. Das der Import von grünem (ungeröstetem) Kaffee verboten wurde, wird damit begründet, dass Transporte von grünem Kaffee eine mögliche Verbreitungsquelle des Pilzes sind. Hinter dem Verbot steht auch die Kakao- und Kaffee-Lobby in Brasilien. Aufgehoben werden soll das Verbot erst, wenn Perus Behörden nachweisen können, das von den Transporten keine Gefahr ausgeht. Frosty pod ist eine der gravierendsten Kakaokrankheiten der Welt. Würde diese Krankheit den Sprung in die großen Anbauregionen Afrikas und Asiens schaffen, wäre ein großer Teil der gesamten Welternte und letztlich die gesamte Schokoladenindustrie bedroht.
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