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China investiert in Ghanas Kakaoverarbeitung

Arne Homborg
(15.05.2018)
Die staatliche chinesische Eximbank investiert 35 Millionen $ in eine Fabrik zur Kakaoverarbeitung in Ghana. Mit dem Geld baut das Ghana Cocoa Board (Cocobod) eine Fabrik zur Verarbeitung von Kakaobohnen in der Region Sefwi Wiawso im Westen des Landes. Die restliche Investitionssumme von rund 60 Millionen $ übernimmt Ghanas Regierung. Die Fabrik soll rund 40.000 Tonnen Kakaobohnen pro Jahr verarbeiten und Halbfabrikate wie Kakaobutter und Kakaomasse herstellen, aber auch Schokoladentafeln produzieren können. Mit der Kakaoverarbeitung im eigenen Land kann Ghana mehr der Wertschöpfung beim Kakao behalten und seine Pläne zur Industrialisierung des Landes weiter vorantreiben.

Weitere 1,5 Milliarden Dollar?

Im Gespräch sind Ghana und China auch bezüglich weiterer 1,5 Milliarden Dollar Unterstützung. Mit dem Geld möchte Cocobod den Kakaoanbau modernisieren. Angefangen vom Ersetzen kranker Kakaobäume bis hin zur Schaffung von Infrastruktur wie Lagerhäusern für Kakaobohnen. Mit den chinesischen Investitionen erhofft sich Ghana auch einen stärkeren Absatz in Asien. Während die bisherigen Hauptmärkte in Europa und Nordamerika stagnieren, wächst der Konsum von Kakao in Asien stetig an. China ist schon heute einer der größten Handelspartner Ghanas und nicht nur der größte Lieferant, sondern auch einer der größten Importeure von Waren aus Ghana.