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Elfenbeinküste möchte Kakaoanbau ökologischer machen

Arne Homborg
(06.07.2018)
Die Elfenbeinküste, der weltweit größte Produzent von Kakao, möchte mit gleich zwei neuen Projekten den Anbau von Kakao ökologischer gestalten.

60 Megawatt Kraftwerk mit Kakaofrüchten

In Divo, in der südlichen Kakaoanbauregion des Landes, ist ein Biomassekraftwerk geplant. Mit Hilfe der bei der Kakaoverarbeitung übrig bleibenden Kakaofrüchte soll das Kraftwerk eine Leistung von 60 bis 70 Megawatt erzeugen. In der Region rund um Divo werden jährlich rund 2 Millionen Tonnen Kakaobohnen produziert. Dabei fallen riesige Mengen an Fruchtschalen an. Diese werden bislang entweder als Dünger auf den Plantagen ausgebracht oder verbrannt.

Illegale Plantagen werden abgeholzt

Immer mehr Waldflächen in der Elfenbeinküste wurden in den letzten Jahren illegal in Plantagen, unter anderem zum Kakaoanbau, umgewandelt. So sollen jährlich rund 500.000 Tonnen Kakao in geschützten Waldgebieten angebaut werden. Innerhalb der nächsten zwei Monate plant die Regierung mit der Abholzung dieser Plantagen zu beginne und die Flächen wieder aufzuforsten. So sollen rund 20 Prozent der Waldfläche in den nächsten zehn Jahren wiedergewonnen werden. Heute verfügt die Elfenbeinküste über rund 3 Millionen Hektar Waldfläche, noch 1960 waren es über 16 Millionen Hektar Wald.