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England: Handel zwischen Herstellern und Händlern soll fairer werden

Arne Homborg
(06.03.2009)
Die englische Wettbewerbskommission möchte den Handel zwischen Herstellern und Händlern fairer gestalten. Die Handelsbeziehungen zwischen den Herstellern von Lebensmitteln und den großen Handelsketten werde zunehmend von der Macht der Einkäufer im Handel dominiert und droht damit auf Dauer den Herstellern und letztlich auch dem Verbraucher zu schaden, so die Kommission. Deshalb unterbreitete die Wettbewerbskommission jetzt einen Vorschlag für schärfere Regeln, die schon Ende des Jahres in Kraft treten könnten. Neben der Verschärfung der Regeln, soll auch die Zahl der betroffenen Handelsketten ausgeweitet werden. Bislang waren nur Tesco, Asda, Sainsbury's und Morrisons an die Regeln gebunden. Der neue Vorschlag sieht vor, dass alle Unternehmen mit einem Großhandelsumsatz von mehr als einer Milliarde Pfund an die Regeln gebunden sind, dass wären rund 10 Unternehmen.
Die neuen Regeln sehen unter anderem Einschränkungen bei den Listungsgebühren und Auflagen für das „Auslisten“ von Lieferanten vor. Außerdem sollen die Regeln kronisch verspätete Zahlungen und generell zu lange Zahlungsziele unterbinden, sowie zahlreiche andere Details in den Handelsbeziehungen kontrollieren.