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Ghana kämpft mit immer mehr Kakao-Schmuggel

Arne Homborg
(08.08.2010)
Die Regierung des westafrikanischen Staates Ghana hat es sich zum Ziel gemacht bis 2012 die Kakaoproduktion auf eine Million Tonnen pro Jahr zu erhöhen. Dieses Ziel sieht man aktuell durch zunehmenden Schmuggel von Kakao gefärdet. Experten schätzen das von dem in Westghana angebautem Kakao rund 60 % in die benachbarte Elfenbeinküste geschmuggelt werden. Kakaobauern in Ghana sind eigentlich verpflichtet, ihren Kakao an das staatliche Ghana Cocoa Board zu verkaufen. Der Preis, den das Ghana Cocoa Board zahlt, liegt aber oft deutlich unter den Preisen, den die Kakaobauern im Nachbarland erziehlen können. Die Folge des Schmuggels könnte sein, dass dem Ghana Cocoa Board das Geld für Investitionen ausgeht. Um das Ziel von 1 Million Tonnen Kakao pro Jahr zu erreichen investiert der Staat massiv in die Ausrüstung und Fortbildung der Kakaofarmer, ebenso wie in Infrastruktur der Kakaoanbauregionen. Darüber hinaus will man große Mengen an neuen Kakaosetzlingen an die Farmer verteilen. Auch wenn jetzt Anti-Schmuggel-Einheiten gebildet werden, wirklich Eindämmen wird man den Schmuggel nur können, wenn man den Farmern in Ghana einen höheren Preis für den Kakao zahlt.