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In Westafrika droht schlechte Kakaoernte

Arne Homborg
(12.12.2008)
In dieser Kakaosaison droht Analysten zufolge eine deutlich schlechtere Ernte in Westafrika. In Westafrika liegen mit der Elfenbeinküste und Ghana die mit Abstand größten Kakaoproduzenten der Welt, zusammen produzieren sie mehr als die Hälfte des weltweiten Kakaos. Neben den verstärkt auftretenden Kakaokrankheiten und den Blockaden durch Farmer, die höhere Preise fordern, kommt jetzt noch der „Harmattan“ ein starker Wind aus der Sahara, der viel Sand und Staub transportiert dazu. Der jedes Jahr von Dezember bis März auftretende Wind soll in diesem Jahr besonders stark sein und die Ernte deutlich reduzieren. So sank die in den Häfen von Abidjan und San Pedro angelierte Menge Rohkakao auf 50.000 Tonnen in der Woche vom 1. bis 7. Dezember. Im Vorjahr waren es in der gleichen Woche noch 70.868 Tonnen gewesen. Angesichts dieser Umstände ist weiter mit steigenden Kakaopreisen zu rechnen. Aktuell liegt der Preis rund 16% über dem Novemberdurchschnitt des vergangenen Jahres.