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Klimawandel gefährdet Kakaoversorgung

Arne Homborg
(13.10.2011)
Einer Studie des International Center for Tropical Agriculture zufolge, gefährdet der Klimawandel die Versorgung mit Kakao. Die Studie geht von durchschnittlich 2°C höheren Temperaturen in den Kakaoanbaugebieten Westafrikas bis 2050 aus. Aus der Region kommt heute rund die Hälfte des Weltweit angebauten Kakaos. Durch die Erwärmung werden viele Regionen zu Warm für den Kakaoanbau. Bereits ab 2030 ist mit sinkenden Erträgen zu rechnen, wenn die Durchschnittstemperaturen bis dahin um 1°C steigen. Wärmeres Wetter bedeutet für den Kakaobaum Stress, da es schwerer wird ausreichend Wasser zu bekommen.
Für die Zukunft heißt das zum einen, es bedarf Kakaosorten die unempfindlicher gegen Wasserknappheit und Trockenzeiten sind. Zum anderen bedeutet die Temperaturveränderung auch, dass in Regionen Kakao angebaut werden kann, in denen das bisher nicht möglich ist. Das bedeutet nicht nur die Möglichkeit neue Regionen für den Kakaoanbau zu erschließen sondern auch die Gefahr das weitere Flächen Regenwald und Natur für die Landwirtschaft zerstört werden und so letztlich den Klimawandel weiter vorantreiben.