Mehr Geld und Rente für Kakaofarmer in Ghana

21 Prozent mehr für Kakao und ein eigenes Rentensystem

Arne Homborg
(18.09.2020)

Nach bisher nicht offiziell bestätigten Berichten von Bloomberg, soll der Preis den Kakaofarmer in Ghana für ihre Kakaobohnen bekommen ab dem 1. Oktober um 21 Prozent steigen. Der staatlich festgelegte Preis für einen 64kg Sack soll dann 625 cedis (ca. 108US$), beziehungsweise 10.000 cedis pro Tonne betragen. Der aktuelle Preis liegt bei 515 cedis pro Sack beziehungsweise 8.240 cedis pro Tonne. Finanziert wird der höhere Preis durch einen von Ghana und der Elfenbeinküste eingeführten Zuschlag von 400 US$ pro Tonne beim Export der Kakaobohnen. In beiden Ländern ist der Kakakoankauf von den Bauern und der Export unter staatlicher Kontrolle.

Rentensystem soll Zukunft des Kakaomarktes sichern

Um die Zukunft der Kakaofarmer zu sichern und um den Kakaoanbau auch für Jüngere interessant zu machen, wird zum 1. Oktober ein Rentensystem für Kakaofarmer eingeführt. Dabei zahlt die staatliche Organisation für den Kakaomarkt, COCOBOD, einen gesetzlich vorgeschriebenen Beitrag für alle Kakaofarmer. Die Kakaofarmer ihrerseits haben die Möglichkeit diesen Beitrag freiwillig aufzustocken. Damit sollen zukünftig alle Kakaofarmer mit erreichen des Rentenalters eine monatliche Rente erhalten, sowie Leistungen im Falle einer Invalidität und für die nächsten Angehörigen im Falle des Todes eines Kakaofarmers. Verwaltet wird das System durch die staatliche Rentenbehörde.