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Schlag gegen Kinderhändler in der Elfenbeinküste

19 Kinder befreit - 4 Kinderhändler verhaftet

Arne Homborg
(22.02.2021)

Im Kampf gegen illegale Kinderarbeit und Sklaverei ist der Polizei in der Elfenbeinküste ein Schlag gegen eine Gruppe von Kinderhändlern gelungen. Dabei wurden vier Kinderhändler verhaftet und 19 Kinder befreit die vermutlich zur Arbeit auf Kakaoplantagen transportiert werden sollten. Die Kinder zwischen 12 und 17 Jahren wurden von der Polizei bei einem Transport von Korhogo im Norden der Elfenbeinküste entdeckt. Insgesamt befanden sich 42 Personen auf dem Transport. Vermutlich kamen diese aus dem Nachbarland Burkina Faso und sollten nach Aboisso im Südosten der Elfenbeinküste transportiert werden. Burkina Faso ist eines der ärmsten Länder in der Region und eine der häufigsten Quellen für Kindersklaven die in die Elfenbeinküste verkauft werden. Für wenige hundert Dollar verkaufen Familien ihre Kinder, damit diese auf Farmen und Kakaoplantagen arbeiten müssen.

Kindersklaverei und andere Formen illegaler Kinderarbeit sind immer noch ein großes Problem in der Elfenbeinküste. Allein während einer zweitägigen Aktion im letzten Jahr wurden 137 Kinder befreit und 12 Kinderhändler verhaftet. Inzwischen hat das Land sechs Operationszentren in den Hauptanbaugebieten für Kakao errichtet um effektiver gegen Kinderarbeit vorgehen zu können. Trotz aller Bemühungen der Schokoladenindustrie ist die Zahl der Kinderarbeiter in den letzten Jahren noch gestiegen. Es wird vermutet, das derzeit etwa 1,56 Millionen Kinder in West Afrika im Kakaoanbau arbeiten müssen.