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Streit um Gubor vor Gericht

Arne Homborg
(30.08.2007)
Nachdem eine außergerichtliche Einigung zwischen der Stollwerck GmbH und der Gubor Feinste Schokolade GmbH, einer Tochtergesellschaft der Genuport Trade AG, gescheitert ist, hat Gubor nun Klage beim Landgericht Hamburg eingereicht.
Genuport hatte 2005 die Markenrechte, Rezepte und Distribution für Gubor von Stollwerck übernommen und war gleichzeitig eine Abnahmeverpflichtung über 2.500 t Schokolade jährlich von Stollwerck eingegangen. Jetzt wirft die Genuport Trade AG der Firma Stollwerck vor, schlechte Umsatzzahlen verheimlicht zu haben. So soll die Quote der nicht verkauften Produkte, die der Hersteller zurücknehmen muss, mehr als doppelt so hoch sein wie angegeben. Genuport beruft sich auf die inzwischen vorliegenden Jahresabschlüsse für Gubor der Wirtschaftsprüfer von Ernst & Young die einen Verlust im zweistelligen Millionenbereich bis Mitte 2004 ausweisen. Stollwerck hält dagegen, dass sich die Zahlen auf die in einer Umstrukturierung befindliche Firma Gubor beziehen, verkauft worden sei aber nur die Marke. Der Streitwert beträgt rund 13 Millionen Euro, laut Genuport sei unter diesen Bedingungen ein Kauf nie zustande gekommen. Der Liefervertrag zwischen Stollwerck und Gubor wurde im August 2007 aus wichtigem Grund fristlos gekündigt.