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Vietnam forciert Kakaoanbau

Arne Homborg
(20.09.2007)
Das Landwirtschaftsministerium in Vietnam hat den massiven Ausbau des Kakaoanbaus angekündigt. Ziel ist es die Anbaufläche für Kakao von heute 7.000 Hektar innerhalb von 8 Jahren auf 60.000 Hektar zu erhöhen. Für 2015 ist eine Ernte von 52.000 Tonnen geplant. Bis 2020 sollen weitere 20.000 Hektar hinzukommen und eine Gesamtproduktion von 108.000 Tonnen erreicht werden. Unterstützt wird Vietnam dabei von den USA und einer Reihe von US-Firmen wie Mars und Cargill. Diese suchen nach Kakaolieferanten in politisch stabilerer Umgebung als die derzeitigen Hauptlieferanten in Westafrika.
Vietnam hatte bereits in de 1990ern durch den massiven Ausbau des Kaffeeanbaus für einen Preissturz bei Kaffee gesorgt und hatte damit auch die eigenen Farmer in Bedrängnis gebracht. Bei weiter wachsendem Bedarf an Kakao ist ein ähnliches Szenario nicht zu erwarten, zumal der Kakaoanbau von Vietnam sich noch auf sehr kleinem Niveau bewegt. Zur Zeit ist noch Indonesien der größte Kakaoproduzent in Asien mit einem Anteil von 75 % am asiatischen Kakaoanbau.