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Zotter scheitert mit Kakao-Projekt in Kolumbien

Arne Homborg
(17.08.2010)
Das gemeinsame Kakao-Projekt des Schokoladenherstellers Zotters und der Austrian Development Agency (ADA) wurde eingestellt. Geplant war die Förderung und Unterstützung von Kakaobauern in Kolumbien unter dem Titel „Kakao statt Kokain“. Die Projektkosten trägt zur Hälfte Zotter, bei Nichtgelingen sogar die Gesamtkosten. Zotter wäre bei einem erfolgreichen Anbau von Biokakao auch als Abnehmer für den Kakao aufgetreten. Gescheitert ist das Projekt an den instabilen Verhältnissen vor Ort, so konnte die Mitarbeiterin vor Ort nur unter starken Sicherheitsvorkehrungen aus dem Haus gehen. Jedesmal musste Polizei und Militär informiert werden, damit im Ernstfall Hilfe in Reichweite gewesen wäre.

Giftkrieg der USA machen Bio unmöglich

Auch das Ziel Biokakao zu produzieren scheiterte, da weite strecken des Landes verseucht sind. Weite Teile des Gebietes von Anori werden seit Jahren - mit Unterstützung der USA - aus der Luft mit Pflanzengiften zerstört. Die in Europa längst verbotenen Gifte sollen Kokapfelder zerstören, vergiften dabei aber auch alles andere. Für einen Bioanbau müssten die Anbauflächen mindestens drei Jahre frei von Pestizieden sein. „Reine Wartezeit zu finanzieren, können wir uns nicht leisten, es ist auch nicht der Sinn des Projektes“, verteidigt Zotter den Ausstieg.

Vielleicht ein Neuanfang in der Region Antioquia

Zotter plant nun ein ähnliches Projekt im Alleingang durchzuführen. Zielgebiet ist die Region Bajo Cauca im Department Antioquia. Dort wird laut Zotter bereits erfolgreich Biokakao angebaut und er möchte dort, trotz Drogenmafia, direkt mit den Bauern verhandeln.