Hortus startet Crowdfunding für Kakaogarten in Surinam

22. April 2026 durch
Arne Homborg

Hortus Foodforest & Garden bietet allen Interessierten über eine Crowdfunding Kampagne die Beteiligung an einem Projekt für einen Kakaogarten in Surinam an. Wie die Initiatorin Brigitte Küchler berichtet, geht es um die Umwandlung einer Brachfläche in Surinam in einen Kakao-Foodforest - einen essbaren Waldgarten, der Biodiversität fördert, Menschen verbindet und ein Ort des Lernens und Austauschs wird. Ziel der Crowdfunding Kampagne die bei wemakeit.com/projects/kakao-erlebnis-garten zu finden ist, sind 12.000 Schweizer Franken zur Finanzierung der notwendigen Umbauarbeiten.

Surinam ist aktuell kaum für seinen Kakaoanbau bekannt, obwohl Kakao dort auch wild wächst und es in kleinem Rahmen Kakaoanbau gibt. Teil des Projektes ist es daher das vorhandene Farmgebäude zu sanieren und zu einem Kakao-Informations-Zentrum für lokale Kleinbäuerinnen und interessierte Besucher auszubauen. Durch Information und Fortbildung soll der lokale Kakaoanbau in einer ökologisch vertretbaren Form gefördert werden. Auf dem Gelände einer ehemaligen Fischfarm soll dazu ein Kakao-Mischwald entstehen. Neben Kakaobäumen sollen verschiedene andere Fruchtbäume, Schattenbäume und vor allem einheimische Arten angepflanzt werden. So soll ein exemplarisches Agroforstsystem entstehen, dass auf die lokale Umgebung angepasst ist, sich gegenseitig trägt und über Jahre hinaus Erträge abwirft.

Notwendige Erhöhung des Pflanzlevels gegen Staunässe

Die Finanzierung wird vor allem benötigt um in dem flachen Gelände die Kakaopflanzen leicht erhöht anpflanzen zu können. Die zunehmenden Starkregen der letzten Jahre führen sonst zu Staunässe und Schäden an den Pflanzen. Dazu werden die Kakaopflanzen in hölzernen Kisten gepflanzt und das Gelände dazwischen Teilweise aufgefüllt. Daneben muss eine Zufahrtsstraße angelegt und das Gebäude der Farm saniert werden um Platz für Workshops und Schulungen, sowie Übernachtungsmöglichkeiten zu bieten.

Erste Pflanzungen in Holzkisten für ein höheres Pflanzlevel

Langfristig soll sich das Projekt durch den Verkauf der Früchte und des Kakaos finanzieren. Darüber hinaus sind Einnahmen aus Workshops und Übernachtungen sowie Angebote und Führungen wie „Fruit-tastings“ für Touristen möglich. Wer gerne Surinam kennenlernen möchte, ist auch eingeladen sich als Workawayer bei Hortus zu bewerben.

Zur Webseite von Hortus

Arne Homborg 22. April 2026
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