Mars entschlüsselt Kakaogene für mehr Ertrag

6. Juni 2013 durch
Arne Homborg
Dem US-Konzern Mars ist es gelungen die Kakao-Gensequenzen für höhere Erträge und die Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten zu entschlüsseln. Ziel des Projektes von Mars ist es, durch Züchtung neue besonders ertragreiche und robuste Kakaosorten zu bekommen. Durch die Möglichkeit mit Hilfe von Gentest die produktivsten Pflanzen auszuwählen erwartet Mars, das sich die Zucht neuer Sorten deutlich verkürzen lässt. Statt 12 bis 18 Jahre bis eine neue Sorte gezüchtet wurde, sollen nur noch 7-8 Jahre notwendig sein. Man geht von Ertragsverbesserungen auf der gleichen Anbaufläche von bis zu 500% aus. Das heißt es könnten pro Hektar 3 bis 3,5 Tonnen Kakao im Jahr geerntet werden, statt bisher knapp eine halbe Tonne.

Auch am Geschmack wird gearbeitet

Geforscht wird bei Mars an den grüne Früchte Tragenden Costa Rican Matina Kakaopflanzen und ihren Amelondao Klonen. Größtes Problem bei der Zucht von besonders Ertragreiche Sorten ist der Geschmack, denn besonders ertragreiche Sorten neigen zu schlechtem Geschmack. Um die geschmacklich besseren Sorten auswählen zu können setzt man bei Mars auf Farbgene. Bei der Kakaosorte in der Zucht kann man den Geschmack nämlich an der Farbe erkennen. Pflanzen mit grünen Früchten liefern einen guten Geschmack, Pflanzen mit roten Früchten ein deutlich schlechteres Aroma. Die Gensequenzen des Kakaos wurden von Mars zudem veröffentlicht, um auch anderen Forschern die Möglichkeit zu geben daran weiter zu arbeiten.
Arne Homborg 6. Juni 2013
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