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Bouchard zieht Halloren in die roten Zahlen

Arne Homborg
(25.04.2016)
Der älteste deutsche Schokoladenhersteller, die Halloren Schokoladenfabrik AG aus Halle an der Saale hat erstmals seit Jahren wieder Verluste gemacht. Die Ursache für das schlechte Ergebnis liegt im starken Wachstum unter anderem durch Firmenzukäufe in den vergangenen Jahren. So brach der Umsatz beim 2013 aufgekauften belgischen Pralinenhersteller Bouchard ein und verhagelte Halloren das Ergebnis. Durch den Wegfall eines Großkunden, war man zu massiven Einschnitten in Belgien gezwungen und trennte sich von der Hälfte der Belegschaft. Nur noch 60 Mitarbeiter waren Ende 2015 bei Bouchard tätig. Allein diese Umstrukturierung hat den Konzern rund 2 Millionen Euro gekostet. Nach einem kleinen Gewinn von 200.000 Euro im Vorjahr führte das jetzt zu einem Minus von 1,64 Millionen Euro.
Insgesamt konnte Halloren im vergangenen Jahr nicht mehr das Wachstum der Vorjahre erreichen. Nur noch um 700.000 Euro stieg der Umsatz auf jetzt 122,41 Millionen Euro. Die Konzernmuttergesellschaft Halloren AG selbst konnte ihren Jahresüberschuss auf 1,89 Millionen Euro steigern. Mit Abschluss der Umstrukturierung bei Bouchard erwartet man für das laufende Jahr auch für den Gesamtkonzern wieder schwarze Zahlen zu schreiben.