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Elfenbeinküste erwartet gute Ernte und baut neue Fabriken

China finanziert mit 389 Millionen US$ die Investition in Westafrika

Arne Homborg
(07.10.2020)

Die Kakaofarmer in der Elfenbeinküste erwarten überwiegend eine sehr gute Ernte in der gerade beginnenden Hauptsaison. Der bisher geerntete Kakao hat eine gute Größe und Qualität und das Wetter zeigt sich bisher Kakaofreundlich. Überdurchschnittliche Regenmengen sorgen derzeit für ein optimales Wachstum in einigen Kakaoanbauregionen der Elfenbeinküste. So viel in der Region Yamoussoukro zuletzt mehr als die doppelte Menge Regen, wie im Durchschnitt. Gleichzeitig sorgte ausreichend Sonnenschein für zufriedene Farmer. Auch in der Region Soubre gab es überdurchschnittlich viel Regen und entsprechend gute Ernten, allerdings fehlt den Farmern dort ausreichend Sonne für die Trocknung der Kakaobohnen.

Coffee and Cocoa Council baut zwei neue Fabriken

Das staatliche Coffee and Cocoa Council der Elfenbeinküste (CCC) hat angekündigt die Kapazität zur Verarbeitung und zur Lagerung von Kakao deutlich zu erhöhen. Die Elfenbeinküste plant den Bau jeweils einer neuen Fabrik in Abidjan und San Pedro. Mit den neuen Fabriken wird die Kapazität zur Kakaoverarbeitung in der Elfenbeinküste um 100.000 Tonnen auf dann 810.000 Tonnen erhöht. Gleichzeitig wird weitere Lagerkapazität für 300.000 Tonnen Kakao geschaffen. Damit entsteht ein Puffer um Kakao bei schlechten Marktpreisen zurückhalten zu können und insgesamt bessere Preise zu erzielen.

Finanziert wird der Bau der Fabriken im Wert von 389 Millionen US$ durch ein chinesisches Investment. Die China Light Industry Design Engineering Company wird die Fabriken bauen. Dafür wird rund 40 Prozent der Produktion nach China exportiert.