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In der Elfenbeinküste droht Exportstopp für Kakao

Arne Homborg
(25.01.2011)
Ouattara, der nach der Wahl im vergangenen Herbst, international anerkannte Präsident der Elfenbeinküste, hat ein Exportverbot für Kakao erlassen. Damit möchte er dem Amtsinhaber Gbagbo eine der wichtigsten Einnahmequellen zudrehen. Wer sich nicht an das Exportverbot hält, soll mit Sanktionen rechnen. Wie die Sanktionen aussehen könnten und wie Ouattara das Exportverbot durchsetzen möchte, ist allerdings unklar. Die Elfenbeinküste ist der Weltweit größte Kakaoexporteur und befindet sich seit den Präsidentschaftswahlen im vergangenen Jahr am Rande eine Bürgerkrieges. Beide Kandidaten beanspruchen den Sieg für sich. Letztlich sind alle Parteien des Landes auf den Export von Kakao als wichtige Devisenquelle angewiesen. Das Exportverbot wird vermutlich den Kakaoschmuggel nach Ghana neu beleben. Bereits in der Vergangenheit waren größere Mengen Kakao in das Nachbarland geschmuggelt worden, da dort höhere Preise für den Kakao bezahlt wurden.