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Kakaoproduktion in Brasilien blickt in unsichere Zukunft

Arne Homborg
(15.10.2014)
Nach neuesten Vorhersagen des brasilianischen Landwirtschaftsministeriums soll der Kakaoanbau in Brasilien in den nächsten 10 Jahren um bis zu 15,7 % fallen. Für die Saison 2023/23 wird eine Ernte von 216.000 Tonnen erwartet. Noch im letzten Jahr war man nur von einem Rückgang von 2,5% auf Basis einer Ernte von 249.000 Tonnen (2012/13) ausgegangen. Auch die Anbaufläche soll bis 2023/24 zurück gehen. Statt aktuell 686.000 ha soll dann nur noch auf 679.000 ha Kakao geerntet werden.

Der Kakaoanbau in Brasilien war auch in den vergangen Jahrzehnten starken Schwankungen unterworfen. Noch im Kakaojahr 1989/90 betrug die Ernte 350.000 t. Mit Ausbreitung der Kakaokrankheit „Witches broom“ im Kakaoanbaugebiet Bahia viel die Ernte bis 1999/2000 auf nur noch 123.500 t. Bereits seit 1997/98 musste Brasilien für die Kakaoverarbeitung im eigenen Land Kakao aus anderen Ländern importieren. In den Jahren nach 2000 erholte sich die Produktion wieder, vor allem weil Kakaobauern im Umgang mit den Kakaokrankheiten geschult wurden. Zur Zeit liegt die Ernte bei etwa 249.000 t (2012/13).