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Kakaospekulation von Amajaro endet mit Verlust

Arne Homborg
(04.01.2011)
Im vergangenen Sommer hatte das Unternehmen Amajaro, Spezialist für Agrarrohstoffe, an der Londoner Börse NYSE Liffe die riesige Menge von 240.000 Tonnen Rohkakao geordert, rund sieben Prozent der weltweiten Jahresproduktion. Der Kauf sorgte für viel Aufregung da Schokoladenkonzerne von Preismanipulationen ausgingen. Durch den großen Auftrag von Amajaro stieg der Kakaopreis kurzzeittig auf den höchsten Stand seit 33 Jahren (2732 Pfund pro Tonne). Den riesigen Bestand an Rohkakao verkaufte Amajaro zwischen September und Mitte Dezember wieder an der Londoner Börse. Allerdings musste Amajaro beim Verkauf deutliche Verluste einstecken, der Preis sank seit dem Sommer Zeitweise bis auf 1770 Pfund pro Tonne. Zwar soll der Hedge-Fonds von Amajaro größere Verluste durch Absicherungsgeschäfte vermieden haben, aber zum Verlust beim Verkauf kommen noch Lagerkosten für den Kakao, die auf 7 bis 10 Millionen US-Dollar pro Monat geschätzt werden.