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Klaus Jacobs nach langer Krankheit gestorben

Arne Homborg
(12.09.2008)
Der Unternehmer Klaus Jacobs ist nach langer Krankheit am Mittwoch im Alter von 71 Jahren in seiner Schweizer Wahlheimat verstorben. Geboren am 3. Dezember 1936 begann Jacobs seinen Aufstieg 1958 im Kaffeehandel mit der Gründung von Intercafé Guatemala. 1961 stieg er in das bekannte Kaffeehandelshaus Johann Jacobs & Co. ein, das von seinem Großonkel gegründet worden war. Nach Stationen im Einkauf und Marketing übernahm er 1970 die Geschäftsführung des Unternehmens. 1973 verlegte Jacobs den Sitz des Unternehmens nach Zürich und kaufte 1982 die Schweizer Traditionsfirmen Tobler und Suchard. Der Verkauf der Schweizer Schokoladenhersteller kam im Alpenland nicht gut an. Jacobs ließ sich in der Schweiz einbürgern und gehörte sogar der Nationalmannschaft für Dressurreiten an. 1990 Stand Klaus Jacobs erneut im Mittelpunkt, als er sein Unternehmen Jacobs Suchard AG für 3,4 Milliarden Schweizer Franken an den US-Konzern Philip Morris (Kraft Foods) verkaufte. Nicht verkauft wurde damals der belgische Schokoladenhersteller Callebaut den Jacobs mit der französischen Firma Cacao Barry fusionierte und daraus binnen weniger Jahre den weltweit fürhenden Hersteller von Schokoladenhalbfabrikaten schuf. Neben dem Schokoladenkonzern Barry Callebaut enstand durch Jacobs aus den beiden Personaldienstleistern Adia (Schweiz) und Ecco (Frankreich) das Unternehmen Adecco, der weltweit größte Personaldienstleister.