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Kolumbien plant Ausbau des Kakaoanbaus

Arne Homborg
(23.08.2014)
Kolumbien gehört zu den Ländern mit den besten Edelkakaos der Welt, spielt aber bislang auf dem Weltmarkt kaum eine Rolle. In den letzten zehn Jahren konnte das Land seinen Anbau deutlich ausbauen. 2005 ernteten die Kakaobauern auf 96.000 Hektar Kakaoplantagen nur 17.000 Tonnen Kakao. In der Saison 2013 waren es bereits 47.000 Tonnen auf rund 152.000 Hektar Land. Ein Großteil der Kakaobohnen werden direkt in Kolumbien verarbeitet und von den Kolumbianern in Form einer traditionellen heißen Schokolade verzehrt. Marktführer in Kolumbien ist so auch das kolumbianisches Familienunternehmen CasaLuker, das auch international einen guten Ruf als Lieferant von Kakaohalbfabrikaten aus Edelkakao hat. Zur Zeit exportiert Kolumbien rund 7.900 Tonnen Kakaobohnen und 7.700 Tonnen Kakaohalbfabrikate. Der Großteil des Kakaos wird nach wie vor in Kolumbien selbst verbraucht.

Rekultivierung von 80.000 Hektar Kakaoplantagen

Jetzt plant der Verband der Kakaobauern und das Agrarministerium des südamerikanischen Landes ein groß angelegtes Projekt zur Steigerung der Produktivität. Durchschnittlich produzieren die Kakaobauern auf einem Hektar rund 420 kg Kakao pro Jahr. Das neue Projekt soll jetzt dafür sorgen, dass viele Plantagen die weniger als 350 kg pro Hektar ernten bei der Verbesserung der Produktivität unterstützt werden. Dazu zählt auch die Wiederaufforstung mit jungen Kakaopflanzen, denn die Bäume auf vielen der Plantagen sind älter als 30 Jahre und bringen kaum noch Erträge. Das Projekt umfasst insgesamt rund 80.000 Hektar Plantagen in den Provinzen Santander, Nord Santander, Narino, Tolima, Huila, Antioquia und Meta. Die Organisatoren gehen davon aus, dass man den Export von Kakaobohnen damit auf über 130.000 Tonnen ausbauen kann.