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Lindt & Sprüngli mit deutlichem Umsatzrückgang durch Corona

-12,7 % Umsatzrückgang durch Einschränkungen im Ostergeschäft

Arne Homborg
(03.08.2020)

Der Schweizer Lindt & Sprüngli Konzern meldet für das erste Halbjahr 2020 einen deutlichen Umsatzeinbruch im Vergleich zum Vorjahr. Der Grund sind die zahlreichen weltweiten Einschränkungen durch Corona und die vielen im wichtigen Ostergeschäft geschlossenen Geschäfte. Darunter waren auch die 500 eigenen Geschäfte die Lindt & Sprüngli weltweit betreibt. Für das erste Quartal bis Ende März hatte der Schokoladenhersteller aus Kilchberg noch eine solide Steigerung bei Umsatz und Gewinn gemeldet.

Luftaufnahme Lindt & Spruengli Firmenhauptsitz. ©Lindt&Sprüngli-vision on wings;
Luftaufnahme Lindt & Spruengli Firmenhauptsitz. ©Lindt&Sprüngli-vision on wings;

Insgesamt ging der weltweite Umsatz umgerechnet in Schweizer Franken im ersten Halbjahr um 12,7 Prozent auf 1,54 Milliarden CHF zurück. Neben dem Umsatzverlust beeinträchtigten die Umfangreichen Maßnahmen gegen das Corona-Virus das Ergebnis des Konzerns. So wurden in allen Unternehmensbereichen Maßnahmen zur Kostenreduzierung eingeführt. Lediglich das Werbebudget wurde nicht verändert um nach der Corona Krise ungebremst starten zu können. Außerdem investierte man umgehend in die bestehenden Onlineshop und führte neue Online-Shops ein. So konnte der Onlineumsatz im Vorjahresvergleich verdoppelt werden.

Nicht alle Märkte waren gleich stark vom Umsatzrückgang betroffen. Einige für Lindt & Sprüngli wichtige Märkte wie Deutschland und Frankreich konnten sogar leichte Umsatzzuwächse erzielen. Gleiches gilt für Spanien und Russland, in Skandinavien stieg der Umsatz sogar zweistellig. Besonders hoch waren die Verluste in der Schweiz, Österreich, Italien und Nordamerika.

Der Umsatzrückgang von 12,7 Prozent erklärt sich auch aus der Aufwertung des Schweizer Franken, der organische Umsatzrückgang lag bei 8,1 Prozent. Der Betriebsgewinn EBIT brach von 126,2 Millionen CHF im Vorjahr auf 17,1 Millionen CHF ein. Für den weiteren Verlauf des Jahres rechnet man mit einer Erholung. So soll der organische Umsatzrückgang gegenüber 2019 am Ende des Jahres bei nur 5 bis 7 Prozent liegen.