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Neue EU-Lebensmittelinformationsverordnung hilft weder Verbrauchern noch Unternehmen

Arne Homborg
(29.08.2008)
Am 28. August gab es erstmals eine Expertenanhörung im Europaparlement zur neuen europäischen Lebensmittelinformationsverordnung. Ziel der Verordnung sollte es eigentlich sein, die Verbraucher in der EU einheitlich und verständlich zu informieren. Davon scheint die neue Verordnung weit entfernt, statt einer europäischen Lösung könnten zukünftig in jedem Land eigene Vorschriften zum Beispiel für die Darstellung der Nährwertangaben gelten. Zudem wird die Menge der Informationen die auf der Verpackung stehen noch weiter erhöht. Da auch eine mindest Schriftgröße besteht, fürchtet der BDSI-Vorsitzende Dr. Dietmar Kendziur, dass man in Zukunft für kleinstückige Süßwarenprodukte einen Beipackzettel benötigt. Der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie kritisiert außerdem, dass die Verordung den freien Binnenhandel verhindert, da für jedes Land eigenen Verpackungen notwendig werden. Gerade kleine Firmen und den Mittelstand wird das vor unlösbare, weil nicht bezahlbare Probleme stellen.