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Rausch kehrt dem Lebensmitteleinzelhandel den Rücken

Arne Homborg
(15.07.2015)
Der Schokoladenhersteller Rausch aus Peine setzt ab Oktober auf den Direktvertrieb seiner Schokoladen und trennt sich komplett vom Lebensmitteleinzelhandel. Mit der radikalen Neuausrichtung des Vertriebsweges möchte das Unternehmen neue Käuferschichten ansprechen. Ein Verlust vorhandener Kunden und auch Einbußen beim Umsatz hat das Unternehmen dabei laut eigener Auskunft einkalkuliert. Auf bis zu sieben Millionen Euro Umsatzrückgang hat man sich deshalb bereits eingestellt. Zuletzt erzielte Rausch einen Jahresumsatz von ca. 125 Millionen Euro. Wichtiger als der Umsatz ist der Geschäftsführung um Robert Rausch aber Ertrag und zukunftsfähige Geschäftsmodelle. Deshalb werden die Schokoladen in Zukunft nur noch im Versandhandel und im Berliner Schokoladenhaus Fassender & Rausch erhältlich sein.

Im Onlinehandel wuchs das Unternehmen zuletzt im zweistelligen Prozentbereich und möchte dort mehrere Millionen Euro investieren. Auch das Callcenter für Telefonbestellungen soll ausgebaut werden. Um dem Onlinehandel gerecht zu werden wird am Standort Tempelhof wieder die gesamte Fläche der 1967 errichteten Fabrik selbst genutzt, nachdem Teile in der Vergangenheit vermietet worden waren. Außerdem soll die Produktpalette erweitert werden. Bisher beschränkte man sich auf pure Schokoladen, die jetzt um drei Serien Pralinen erweitert werden sollen. Bei den rund 400 Mitarbeitern ändert sich wenig. Lediglich sechs Außendienstmitarbeiter müssen das Unternehmen verlassen. Dafür sollen im Rahmen der Umstrukturierung aber zwölf neue Stellen geschaffen.