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Unilever meldet Patent für gefärbte Luftschokolade an

Arne Homborg
(11.10.2013)
Der Lebensmittelkonzern Unilever hat ein neues Verfahren zur Veränderung der Farbe von Luftschokolade zum Patent angemeldet. Das Problem bei der Herstellung von Luftschokolade ist, dass die Schokolade durch die vielen Luftblasen ihre Farbe verändert und blasser beziehungsweise milchiger aussieht. Viele Konsumenten denken daher, dass die Luftschokolade weniger Kakao enthält und schlechter in der Qualität ist. Das von Unilever entwickelte Verfahren sieht die Zugabe von roten und schwarzen Pigmenten vor. Diese werden direkt vor der Luft in die Schokolade gegeben und verändern so ihre Farbe. Laut Unilever sollen dazu 0,1 % bis 1,5 % rote und schwarze Pigmente in einem Verhältnis zwischen 3:1 und 1:1 zugegeben werden. Wie viel und in welchem Verhältnis hängt von der Menge der zugefügten Luft ab. 2011 hatte Nestlé ebenfalls ein Patent angemeldet um das Farbproblem zu lösen. Die Lösung von Nestlé sieht vor die Luftschokolade mit einem dünnen Film normaler Schokolade zu überziehen. Unilver gehört zu den ganz großen Lebensmittelherstellern der Welt, setzt Schokolade aber vor allem als Überzug für Eisprodukte ein. Erst vor kurzem hat das Unternehmen in Großbritannien zusammen mit Kinnerton Confectionery einige Schokoladenversionen seiner bekanntesten Eismarken auf den Markt gebracht. So gibt es jetzt Magnum, Cornetto und Mini Milk auch als Schokoladenartikel.