Der Pralinen- und Schokoladenhersteller Paul Reber GmbH & Co. KG investiert rund 15 Millionen Euro am Stammsitz in Bad Reichenhall und schließt den Standort in Rüdesheim. Das Familienunternehmen Paul Reber ist vor allem als Hersteller von Mozartkugeln bekannt.
Produktions wird von Rüdesheim nach Bad Reichenhall verlagert
Am Stammsitz investiert das Unternehmen rund 15 Millionen Euro in eine neue moderne Anlage zur Pralinenproduktion. Damit wird die Voraussetzung geschaffen die Produktion der Tochterfirma Rüdesheimer-Confiserie-Pralinen GmbH & Co. KG zukünftig nicht mehr in Rüdesheim sondern in Bad Reichenhall zu produzieren. Wie das Unternehmen erklärt, sei der Standort in Rüdesheim überaltert und eine Sanierung vor Ort wirtschaftlich nicht umsetzbar. Dagegen wurde in Bad Reichenhall in den letzten Jahren bereits kräftig investiert, unter anderem in eine Mozartkugelproduktion die eine Millionen Mozartkugeln pro Tag produzieren kann, eine Lagerhalle und nachhaltige Energieinfrastruktur.
Den 16 festangestellten Mitarbeiterinnen in Rüdesheim wurde mitgeteilt, dass der Standort zum 31. Januar 2027 geschlossen wird. Es sollen Gespräche über möglichst einvernehmliche und sozialverträgliche Lösungen geführt werden.
Rüdesheimer wird als Markenhintergrund für die bislang dort hergestellten Alkohol-Pralinen erhalten bleiben. Die Rüdesheimer Confiserie gehört seit Jahrzehnten zu den wenigen Herstellern, die auf Pralinen mit flüssiger Alkoholfüllung spezialisiert sind. Zu den Produkten gehören unter anderem Asbach-Fläschchen, Verpoorten Pralinés und Schladerer Gretchen Gin Pralinen.
Foto: Marion Halft, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Reber investiert in Bad Reichenhall und schließt in Rüdesheim