Schweizer planen einen Schokoladenpark für 400 Millionen Franken

22. März 2026 durch
Arne Homborg

Der Schweizer Schokoladenhersteller Cailler, teil des Nestlé Konzerns, plant im freiburgischen Broc in der Schweiz einen Schokoladenpark mit Seilbahn, Hotels und Gewächshäusern. Bereits heute zieht die Fabrik von Cailler jedes Jahr rund 500.000 Besucher an, mit dem erweiterten Angebot sollen dann bis zu eine Million Besucher pro Jahr sein. Neben dem schon vorhandenen Besucherstrom, dürfte der Erfolg des 2020 eröffneten Schokoladenmuseums von Lindt & Sprüngli in Kilchberg ein Grund für die neuen Pläne sein. Lindt zählte zuletzt 752.000 Besucher pro Jahr und ist damit eine der meistbesuchten Attraktionen in der Schweiz.

Investoren-Gesellschaft Jogne Invest plant mit 400 Millionen Franken

Hinter dem neuen Schokoladenpark in Broc steht die Freibuger Investoren-Gesellschaft Jogne Invest. Diese plant mit einer Gesamtinvestition von rund 400 Millionen Schweizer Franken. Davon sollen rund 200 Millionen in den eigentlichen Park und 200 Millionen in die Infrastruktur investiert werden. Zur geplanten Infrastruktur zählen eine Tiefgarage, mehrere Hotels am Standort Liaubon am Dorfausgang und eine Seilbahn, die die BesucherInnen direkt zum Park bringen soll. Der Baubeginn ist für 2030 geplant.

Der Stammsitz von Cailler in Broc, Schweiz
Seit 1898 produziert Cailler in Broc Schokolade.

Cailler produziert seit 1898 Schokolade in Broc und der Stammsitz ist bereits heute ein Besuchermagnet und bietet als „Maison Cailler“ einen Einblick in die Schokoladenproduktion. Die Maison Cailler soll in den neuen Park mit dem Namen Parc du chocolat Cailler integriert werden, der zudem weitere Attraktionen bereithalten soll. Darunter drei riesige Gewächshäuser in Form von Kakaofrüchten, in denen Kakaobäume wachsen sollen. Das aktuelle Café und Shop Gebäude soll durch einen Neubau ersetzt werden und derzeit ungenutzten Fabrikwerkstätten restauriert werden.

Der Park soll ganz ausdrücklich kein Freizeitpark werden, sondern es geht um ein Eintauchen in die Welt der Schokolade. Der historische Fabrikstandort gehört zum Schweizer Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder von nationaler Bedeutung, was einen Freizeitparkcharakter verhindert, so musste auch ein früherer Entwurf des Projektes überarbeitet und verkleinert werden um von den eidgenössischen Kommissionen für Denkmalpflege sowie für Natur- und Heimatschutz genehmigt zu werden. Trotzdem bleibt auch das jetzige Projekt aufgrund seiner Größe umstritten.

Fotos: Verein Gruyère-Chocolat

Arne Homborg 22. März 2026
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