Der 1953 gegründete Schoko-Saisonartikel Spezialist Hans Riegelein & Sohn GmbH & Co. KG. schließt die Schokoladenfabrik an seinem Stammsitz in Cadolzburg bei Nürnberg. Nach dem Ostergeschäft, zum 30. April 2026 endet damit die über 70jährige Produktion am Standort und rund 127 Mitarbeiter verlieren ihren Arbeitsplatz. Am Standort wurden vor allem Weihnachtsmänner und Osterhasen aus Schokolade produziert, ein Marktbereich der seit Jahren rückläufig ist. Bereits 2025 wurde angedeutet, dass bei weiter sinkenden Zahlen mit einer Verlagerung der Produktion zu rechnen sei.
Das Lager des Unternehmens in Forchheim soll bis zum Auslaufen des Mietvertrags am 30. Juni 2027 weiter in Betrieb bleiben. Ab Standort Cadolzburg verbleiben rund 70 Mitarbeiter in den Bereichen Marketing, Einkauf, Vertrieb und IT. Für die anderen Mitarbeiter hat man sich mit dem Betriebsrat auf einen Interessenausgleich und einen Sozialplan geeignet. Außerdem gibt es Angebote zum Wechsel an andere Standorte der Gruppe.
Riegelein ist Teil der Gubor-Gruppe zu der auch Rübezahl, Gubor, Weseke Dragees, Wergona Schokoladen und Sun Rice gehören. Die Gubor Gruppe hatte sich Mitte 2025 mit der polnischen Colian-Gruppe zusammengeschlossen. Die Verlagerung der Gubor Produktion nach Polen war bereits vorher bekannt gegeben worden, jetzt folgen auch die Produkte von Riegelein.
Bereits nach der Fusion zwischen Riegelein und Rübezahl-Gubor zur Gubor Gruppe 2019 war es zu Werksschließungen gekommen, betroffen waren 2021 das Werk in Jablonec (Tschechien) und Oderwitz (Deutschland).
Foto: Confiserie Riegelein
Riegelein schließt Schokoladenfabrik in Cadolzburg Ende April