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Brasilien diskutiert über neue Definition von Schokolade

Arne Homborg
(12.04.2015)
Der Senat in Brasilien denkt über eine neue, schärfere Definition von Schokolade nach. Dadurch soll die Qualität der Schokolade in Brasilien verbessert werden, was zu höherer Nachfrage nach Kakaobohnen und steigenden Einnahmen für Brasiliens Kakaobauern führen könnte. Aktuell muss Schokolade die in Brasilien produziert und verkauft wird mindesten 25 % Kakao enthalten. Nach dem neuen Vorschlag PLS 93/2015 von Senator Lídice da Mata soll der Mindestgehalt an Kakao auf 35 % angehoben werden. Schokolade soll demnach als Produkt aus Kakao und Zucker definiert werden, mit einem Mindestgehalt von 35 % Kakao, davon mindestens 18 % aus Kakaobutter und 14 % Kakaotrockenmasse ohne Fett. Für Milchschokolade soll der Mindestgehalt an Kakao 25 % betragen.

Neue Deklaration

Zusätzlich soll die Deklarationspflicht geändert werden. Bislang haben rund die Hälfte der meistverkauften Schokoladenprodukte in Brasilien keine Angabe zum Kakaogehalt. In Zukunft soll diese Information zur Pflicht werden.  
Produkte mit weniger als 20 % Kakaoanteil und Zusätzen wie Nüssen, Honig u.a. sollen auf der Verpackung den Hinweis haben „Dieses Produkt ist keine Schokolade nach Brasilianischem Gesetz.“ Auch für andere Produkte werden neue Regelungen zu Inhalt und Deklaration gemacht. Mit der Erhöhung des Kakaogehaltes und der Pflicht zur Deklaration würde sich Brasilien den aktuellen Gesetzten in Nordamerika und der Europäischen Union annähern. Damit würde sich auch die Position brasilianischer Produzenten auf dem Weltmarkt verbessern, so die Unterstützer des Vorschlages.