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Herza streicht Confiserie Artikel für Fitness Produkte

Arne Homborg
(06.03.2014)
Seit 1921 hat der Schokoladenhersteller Herza aus Norderstedt Confiserie-Artikel und Schokolade hergestellt. Darunter waren so traditionelle Süßwaren wie Fondant-Eier, Tannenbaum-Kringel und Nugatpralinen. Einst war Herza Weltmarktführer für Fondant-Eier mit einem Marktanteil von 80 %. Allerdings fanden diese nur im deutschsprachigen Raum Absatz und auch dort zuletzt nicht mehr ausreichend. Nur noch 7 Millionen Euro trug das Confiseriegeschäft zuletzt zum Umsatz von 25 Millionen Euro bei. Darin sieht der heutige Unternehmenschef Torsten Wywiol keine Zukunft mehr. Im Confiserie-Geschäft, so Wywiol, lasse sich kein Geld verdienen. Das Unternehmen setzt deshalb voll auf einen kompletten Sortimentswechsel. Rund drei Millionen Euro investierte Herza um künftig noch mehr mit Schokolade überzogene Fitnessriegel herstellen zu können. Denn diese sind für das Unternehmen nicht ganz neu. Bereits 30 Millionen Riegel verlassen pro Jahr die Produktion. Hergestellt für die Schwester Firma SternLife, aber man arbeitet bereits mit weiteren Kunden der Gesundheitsbranche an neuen Fitness-Produkten. Mit der neuen Produktion können jetzt 130.000 Riegel pro Schicht hergestellt werden. Das Ziel ist es in fünf Jahren 120 Millionen Riegel pro Jahr zu produzieren. Dann sollen mit den Riegeln 30 Millionen Euro Umsatz erreicht werden, bislang sind es rund 5 Millionen Euro.

Halbfabrikate für die Industrie werden weiter hergestellt

Wichtiges Standbein des Unternehmens bleibt die Herstellung funktioneller Schokoladen für die Industrie. Diese tragen gut zur Hälfte zum Umsatz bei. Herza produziert Schokolade in verschiedensten Formen für die Lebensmittelindustrie. Angefangen von Schokoraspeln für Torten bis hin zu Schoko-Tropfen für Müsli, Eis und Joghurt.