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Rausch bestätigt falsche Deklaration von Plantagenschokoladen

Arne Homborg
(30.11.2012)
Jürgen Rausch, Geschäftsführer des Schokoladenherstellers Rausch, hat die Vorwürfe der falschen Deklaration einiger Schokoladen gegenüber der Internetseite Chclt.net bestätigt. Ursprung der Vorwürfe ist das neue Buch „Der Schokoladentester“ von Georg Bernardini. In diesem Buch wird Rausch vorgeworfen seine Schokoladen als Plantagenschokoladen zu verkaufen, obwohl der Kakao nicht nur von einer einzelnen Plantage kommt. Im Falle der Sorte Tobago, kommt der Kakao zum größten Teil nicht einmal von der Insel Tobago. Laut Rausch sollen die Texte auf zukünftigen Verpackungen geändert werden.

Pikantes Detail: „Plantagenschokolade“ ist eine Marke von Rausch

Eigentlich wird der Begriff „Plantagenschokolade“ zur Kennzeichnung von Schokoladen verwendet, für die Kakao nur einer einzigen Plantage verwendet wird. Da einzelne Plantagen nur sehr kleine Mengen Kakao liefern und die Qualität von Jahr zu Jahr stark schwanken kann, gelten echte Plantagenschokoladen als besonders edel und werden entsprechend teuer bezahlt. Während Rausch aber gerade diese Probleme umging, wirbt das Unternehmen intensiv und irreführend mit dem Begriff „Plantagenschokolade“ und hat diesen sogar als Marke Schützen lassen. So ging Rausch in der Vergangenheit schon gegen andere Schokoladenhersteller vor, die ihre Produkte ebenfalls als „Plantagenschokolade“ bezeichneten. Der wohl entscheidende Unterschied: die Plantagenschokoladen der Mitbewerber sind echte Plantagenschokoladen.


Quellen zum Nachlesen mit ausführlichen Details:
  • „Der Schokoladentester“ von Georg Bernardini
  • Chclt.net