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Schluss nach 175 Jahren: Stollwerck verlässt Köln

Arne Homborg
(22.01.2015)
2014 feierte Stollwerck in Köln sein 175-jähriges Jubiläum. Jetzt verlegt das Unternehmen seine Zentrale nach Norderstedt bei Hamburg. Damit nimmt das Kölsche Traditionsunternhemen endgültig Abschied von der Stadt am Rhein. Die Schokoladenproduktion in Köln wurde schon vor fast zehn Jahren eingestellt, zu Gunsten von Standorten in Norderstedt, Saalfeld und Berlin, sowie Fabriken in Belgien und der Schweiz. In Köln waren noch 130 Mitarbeiter in den Bereichen Entwicklung, Vertrieb, Marketing, Finanzen, Qualitätssicherung, Personalwesen, IT-Support und Einkauf beschäftigt. Zwar wurde allen Mitarbeitern ein Arbeitsplatz in Norderstedt angeboten, es ist aber anzunehmen, dass die Meisten davon keinen Gebrauch machen. Das in Köln eines Tages Schluss sein würde, damit war schon länger gerechnet worden. Als die Baronie Gruppe Stollwerck 2011 von Barry Callebaut kaufte, gab man für Köln nur eine Standortgarantie bis 2013. Bereits vor zwei Jahren wurden bei Stollwerck 165 Stellen abgebaut, 70 davon in Köln. Zur Zeit beschäftigt das Unternehmen ca. 1.750 Mitarbeiter.

Stollwerck auf Sparkurs


63.000 Quadratmeter Fläche hat Stollwerck in Köln. Ein Großteil davon wurde schon seit dem Produktionsende nicht mehr selbst genutzt, sondern wurde vermietet oder stand leer. Dazu kommen Umstrukturierungen beim vorherigen Stollwerck-Eigentümer Barry Callebaut. Bislang hatte dieser noch Büros an den Stollwerckstandorten in Norderstedt und in Köln gemietet. Seit kurzem hat Barry Callebaut aber seine Büros in den Kölner Mediapark verlegt, wo der Konzern seit diesem Jahr auch eine Schokoladen-Akademie betreibt. Damit fallen aber bei Stollwerck zwei Mieten aus und so entschied man den Leerstand in Noderstedt selbst zu nutzen. Das Areal in Köln soll verkauft, oder vermietet werden.