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US-Verbrauchergruppe fordert Angabe der Kakaoherkunft auf Schokolade

Arne Homborg
(20.01.2015)
Die US-Verbrauchergruppe Food Empowerment Projekt (FEP) fordert von den US-amerikanischen Schokoladenherstellern die Angabe der Kakaoherkunft auf den Schokoladenverpackungen. Nur so sei es den Verbrauchern möglich Kakao aus Westafrika zu boykottieren, denn dort sei unrechtmäßige Kinderarbeit und Sklaverei an der Tagesordnung. Die FEP lehnt grundsätzlich Schokolade aus westafrikanischem Kakao ab und hat eine Liste von empfehlenswerten und nicht empfehlenswerten Marken erstellt: http://www.foodispower.org/chocolate-list/ Da der Großteil des billigen Konsumkakao heutzutage in Westafrika angebaut wird, sind praktisch alle großen Marken nach der FEP Deklaration nicht empfehlenswert und ein breiter Boykott würde für die Verbraucher schlicht den Verzicht auf Schokolade bedeuten und auf der anderen Seite die Situation der Kakaobauern in Westafrika nicht verbessern. Im Übrigen ist die Liste der FEP mit Vorsicht zu genießen. So werden Firmen wie Pacari und The Grenada Chocolate Company als „nicht empfehlenswert“ ausgwiesen, nur weil sie nicht auf die FEP Anfrage geantwortet haben. Dabei produzieren beide Firmen bekanntermaßen nur in ihrem jeweiligen Ursprungsland (Ecuador bzw. Grenada) und nur aus Kakao aus dem eigenen Land.