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Deutsches Schokoladenkartell muss 60 Millionen Euro Strafe zahlen

Arne Homborg
(01.02.2013)
Das Bundeskartellamt hat mehrere Firmen zu einer Gesamtstrafe von 60 Millionen Euro verurteilt. Die am Kartell beteiligten Firmen hatten 2007 Preiserhöhungen abgesprochen. Grund für die Preisabsprache waren die stark gestiegenen Rohstoffpreise für Milch und Kakao, die die Hersteller zu Preiserhöhungen zwangen. insgesamt 12 Hersteller sollen dabei die Preiserhöhungen abgesprochen haben. „Einzelne Unternehmen wollten offensichtlich auf Nummer sicher gehen, dass sie ihre gestiegenen Kosten einfach an die Verbraucher durchreichen können“, sagte Kartellamtspräsident Andreas Mundt.
Das Kartell flog auf, als Mars den Behörden einen Tipp gab. Mars war selber an dem Kartell beteiligt, muss wegen des Tipps an das Kartellamt nun aber keine Strafe bezahlen. An den Preisabsprachen sollen die Firmen  Ritter, Mars, Nestlé, Schokoladen GmbH, Bahlsen, Griesson de Beukelaer, Storck, Katjes, Brands, Feodora, Piasten und Zentis beteiligt gewesen sein.