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Kakao und Gesundheit - Stand der Dinge

Arne Homborg
(28.09.2007)
Im British Journal of Nutrition wurde eine Untersuchung des Nestlé Research Center veröffentlicht, die sich mit den bisherigen Forschungen zum Thema Kakao und Gesundheit befasst. Die Studie fasst die in den letzten Jahren veröffentlichten Forschungsergebnisse zusammen. Die Autorengruppe um Karen Cooper kommt dabei zu dem Ergebnis, dass es zahlreiche vielversprechende Ansätze für einen positiven Einfluss von Schokolade auf die Gesundheit gibt. Darunter positive Eigenschaften in Hinblick auf das Herz-Kreislauf-System, die Haut und Diabetes. Die Autoren stellen aber auch fest, das es bislang nicht ausreichend gelungen ist die Wirkweise einzelner Stoffe und deren Nutzbarkeit durch den menschlichen Körper zu bestimmen. Entsprechend mangelt es auch noch an der Möglichkeit eine ideale tägliche Schokoladendosis zu bestimmen. Bisherigen Studien zufolge liegt die wirksame Dosis bei 40 Gramm Schokolade pro Tag, was aber weiterer Untersuchungen bedarf. In diesen Bereichen sehen die Forscher für die nächsten 5 Jahre die wichtigsten Aufgaben. Dazu empfiehlt die Gruppe in Zukunft weniger Untersuchungen an gesunden Menschen durchzuführen, sondern verstärkt auf Gruppen zu setzen die besonders von Schokolade profitieren müssten, weil sie zum Beispiel durch eine bestimmte Diät einen Mangel an Polyphenolen hätten, oder zu Diabetes-Risikogruppen gehören. So wäre es möglich deutlich schneller relevante Ergebnisse zu erhalten.
Kritik üben die Autoren daran, dass die bisher veröffentlichten Forschungsergebnisse im wesentlichen auf die Initiative großer Schokoladenkonzerne, wie Mars, Barry Callebaut, Natraceutical und Nestlé zurückgehen. In Zukunft ist mehr Transparenz notwendig um sichere wissenschaftliche Erkenntnisse zu erlangen fordert die Gruppe. So schlägt die Autorengruppe unter anderem vor, dass neue Studien bei öffentlichen Einrichtungen angemeldet und von diesen begleitet werden sollen. Auf diesem Wege ließe sich sicherstellen, dass auch negative Ergebnisse, oder Studien ohne besonderes Ergebnis veröffentlicht werden und nicht nur marketingwirksame Studien an das Licht der Öffentlichkeit gelangen.

Quelle: www.nutritionsociety.org